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Freitag, 25. Mai 2012

Grandiose Rezi zu meiner Tigerlilie

Hallo meine Lieben,

kurz bevor ich heimatliche Gefilde verlasse, noch eine kurze Meldung in eigener Sache:

Luminchens Lesekiste hat meine "Tigerlilie" rezensiert und zwar mit einer absolut großartigem Beurteilung!

Liebes Luminchen, vielen, vielen Dank!

An dieser Stelle auch noch mal an all die anderen Leser ein fettes, Riesen-Dankeschön! :-D Ich freu mich irrsinnig über euer Lob :-)

Liebe Grüße, Ivy

Alexandra Amber und ich und ein Besuch in der Erotik-Boutique

 In der UNGLAUBLICH langen Zeit ;-), die ich mich nun unter professionellen Autorinnen herumtreibe, habe ich eines herausgefunden: 
Wir sind viele. (Fast) jeder von uns. Und wir entsprechen den Klischees ... nicht ....

Gerade als ich sinnierend im Erotikshop stand, näherte sich mir eine aparte Frau. Sie lächelte und ich bekam Panik. Ich wußte doch, daß es KEINE gute Idee war, in einer Frauen-Erotikboutique zu stöbern!
Jetzt würde ich die - zweifellos - nette Anmache der Dame abwehren müssen, ihr erklären, daß ich mich zwar geschmeichelt fühle, aber keineswegs interessiert wäre.
Fünf Minuten später schämte ich mich dann. Es war weder Anmache noch sonst irgendwie erotisch inspiriert, nein, eher umsatztechnischer Natur, denn die Frau - obwohl weder mit Strapsen, High Heels und Dekolletee bis zum Bauchnabel ausstaffiert - war die Besitzerin des Ladens.
Ein Geistesblitz durchschoß mich: War das nicht? Das war doch nicht etwa?

Ja, meine Lieben, man begegnet uns überall: Im Kirchenchor, im Supermarkt, auf dem Spielplatz, im Altenheim. Wir sind, dick, dünn, klein, groß, ohne Bart, mit Bart (ob auf den Zähnen oder im Gesicht bleibt ein Geheimnis ;-) ) .... und manchmal findet man uns sogar im Erotik-Shop  ....

Warum schreibst Du?


Ich habe schon als Kind gern geschrieben. Ich habe eine sehr ausschweifende Fantasie, und damit ich nicht ständig Freunde und Familie mit erstunkenen und erlogenen Geschichten nerve, muss ich diese aufschreiben. Angefangen habe ich damit "ernsthaft" aber erst vor rund zwei Jahren, nachdem ich mit einer Freundin zusammen ein Frauenmagazin in Essen entworfen habe, für das ich heute noch schreibe. Damit wuchs in mir der Gedanke, dass ich es doch einfach mal versuchen könnte, und 2010 schrieb ich mir dann in Rekordzeit meinen ersten Roman (Der Assistent) von der Seele. Seitdem verging aber kaum ein Tag, an dem ich nicht wenigstens ein paar Zeilen in mein geliebtes Macbook getippt habe.



Der Assistent | Erotischer RomanUnter welchen Pseudonymen schreibst du?

Aua, das ist eine böse Frage. Ich bin nämlich ziemlich schizophren - jedenfalls fühle ich mich manchmal so. Dabei kann ich gar nichts dazu :) Mein erstes Pseudonym, Susan Jones, kam vom Verlag (blue panther books) und bleibt dort auch, genauso wie das neue Pseudonym Laura Young, unter dem ich bei blue panther books Kurzgeschichten veröffentliche.

Daher musste ich mir für weitere Veröffentlichungen eigene Pseudonyme überlegen, da ich eine kleine Tochter habe und dachte, dass ja nicht jeder gleich wissen müsse, was deren Mama so treibt. Von Lilian Noble gibt es erotische Geschichten mit romantischem Touch, und in welchem Genre Catherine Spanks zuhause ist, erklärt sich wohl aufgrund des Namens von selbst *grins*. Und dann wird voraussichtlich im Herbst bei ubooks ein Roman erscheinen, der wieder ganz anders ist und einen eigenen Namen braucht.

Da ich mich selbst noch "suche" als Autorin und sehr unterschiedliche Sachen schreibe, ist das aber insgesamt schon ganz gut so mit den vielen verschiedenen Namen. Welcher dann in Zukunft zu meinem wirklichen Autoren-Alter-Ego wird, weiß ich jetzt noch nicht. Mal sehen, wohin mich der Weg noch führt.



Böse NachtGeschichten - erotische SM-Geschichten
Was wäre Dein Alternativ-Job, würdest Du nicht schreiben?


Ich bin ja Hobby-Autorin, habe also durchaus einen ganz anderen Job. Nachdem ich mich jahrelang im Marketing ausgetobt habe, bin ich seit einigen Jahren selbstständig. Mein Hauptjob ist aber ebenso anrüchig wie mein Lieblingshobby - ich besitze nämlich eine Erotikboutique für Frauen! Du siehst also, ich kenne mich wirklich gut aus in diesem Bereich *lach*. Dazu bin ich Mutter, Ehefrau, Hausfrau, Redakteurin und Studentin. Genug also, um einen 20-Stunden-Tag zu füllen.


Letztes Jahr habe ich dann mit einem Freund zusammen auch noch einen eigenen Verlag gegründet - eigentlich aus ganz pragmatischen Gründen: Ich studiere an der Fernuni Hagen Kulturwissenschaften und muss während des Studiums ein Praktikum machen. Da ich zu viel Berufserfahrung habe, um wochenlang irgendwo Kaffee zu kochen, schlug ich also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich sammele Erfahrungen in der Verlagsbranche durch Learning by doing (meine präferierte Art, zu lernen), mache gleichzeitig mein notwendiges Praktikum bei mir selbst und kann meine erotischen Geschichten auch noch selbst verlegen. Das kommt mir als "Kontrollfreak" sehr entgegen *hüstel*.



Wo schreibst Du? Was siehst Du, wenn Du aus dem Fenster blickst?

Ich habe ein Arbeitszimmer in unserer übereinander gestapelten Fünfzimmerwohnung (=Reihenhaus) unter dem Dach. Ich sehe auf unseren Garten und auf viele alte Tannen, die hinter unserem Garten meterhoch ragen und netterweise den Blick auf die dahinterliegenden Häuser versperren. Und im Garten sehe ich meistens meine Tochter mit ihren Freundinnen, wenn sie auf dem Trampolin hüpfen oder den Garten verwüsten.



Hotel Desire - erotischer RomanHast Du eine Schreibroutine?


Ich bin ein Chaot. Das sieht man nicht nur meinem Schreibtisch an, sondern auch meinen Skripten und Aufzeichnungen. Ich kritzel ständig irgendwas, und meistens habe ich dann einen enormen Schreibschub, wenn es zeitlich gerade gar nicht passt. Dann kann es schon mal passieren, dass ich mitten in einem Telefonat einfach auflege, weil ich ganz dringend etwas "loswerden" muss, oder meinen armen Mann verdutzt im Wohnzimmer sitzen lasse und nach oben an meinen Schreibtisch flitze. Zum Glück kann der da mittlerweile mit umgehen und zeigt mir nur noch selten einen Vogel.

Meistens schreibe ich an mehreren Sachen gleichzeitig, je nachdem, was mich gerade inspiriert. Wenn mich dann eine Romanstory gepackt hat, würde ich aber am liebsten Tag und Nacht daran arbeiten, das geht nur leider aufgrund meiner sonstigen Verpflichtungen nicht. Davon träume ich noch!



Kannst Du vom Schreiben leben?



Das hängt davon ab, was man unter leben versteht *lach*. Zum Glück verdient mein Mann gut, und ich habe ja Einkünfte aus meiner Selbstständigkeit. Allerdings wächst das "Taschengeld", das ich seit zwei Jahren mit dem Schreiben verdiene, kontinuierlich, zumal auch mein eigener Verlag sich unerwartet lukrativ entwickelt, und verlockt natürlich dazu, von "mehr" zu träumen. Trauen würde ich mich das aber nicht, ehrlich gesagt, mich darauf zu verlassen, dazu bin ich wohl nicht risikobereit genug.



Lust auf dich - erotische GeschichtenWas ist Erotik für Dich?


Ein Versprechen. Ich mag einen langsamen, spannenden Aufbau, bis "es" dann soweit ist. Geschichten, die gleich mit der Tür ins Haus fallen und in denen schon auf der zweiten Seite losgevögelt wird, mag ich nicht. Erotik ist für mich viel mehr das Prickeln vorher, die Sehnsucht, die Begierde, die sich dann - nicht notwendigerweise - im Sex auflöst. Vieles im Leben strahlt Erotik aus, ohne gleich plakativ zu sein. Ein Lächeln, ein Augenzwinkern, eine Stimme, einzelne Worte, geflüstert oder hingeraunt, geschlagene Sahne mit warmer Schokoladensauce, überhaupt Essen - was ist erotischer, als ein wirklich gutes Essen? Hmmm ....



Hast Du irgendwelche Hobbys, die Dich entspannen?

Ja klar - das Schreiben :) Mein liebstes Hobby, das mich mehr entspannt als alles andere. Nur beim Schreiben kann ich mich so wirklich vergessen und ganz und gar in meiner Fantasiewelt schwelgen. Leider tut mir das Aufwachen manchmal richtig weh, und ich würde am liebsten für eine Zeit das normale Leben verdrängen. Zum Leidwesen meiner Tochter, die gelegentlich viel Geduld aufbringen muss, wenn sie mir was erzählen will und feststellt, dass Mama gerade mal wieder "gar nicht da" ist. Ich werde mich in ein paar Jahren gebührend bei ihr dafür entschuldigen.


Wer sind Deine LieblingsautorInnen?

Berühr mich! Erotische GeschichtenIch liebe John Irving, Albert Camus und alte Klassiker wie Madame Bovary oder Bücher von Dostojewski. Da ich Literaturwissenschaften als Schwerpunkt in meinem Studium gewählt habe, lese ich natürlich sehr viel, aber eben hauptsächlich Literatur.

Im Erotikgenre haben mir die Geschichten von Lilian Green super gefallen, das war mal etwas ganz anderes, vor allem sprachlich sehr herausragend. Natürlich die Klassiker - Henry Miller, großartig. Anais Nin - aufregend. Auch "Atemlose Begierde" von Isabelle Sander fand ich großartig und sehr besonders. Und die Bücher von Inka Loreen Minden/Lucy Palmer und Sandra Henke lese ich gern, auch um mir genretechnisch was "abzugucken" (aber nicht verraten, ne?).



Wie heißt Dein Lieblingsbuch?

Ich habe so viele Lieblingsbücher, das kann ich so gar nicht sagen. Madame Bovary ist eins meiner allerliebsten Bücher, das habe ich sicher schon zehnmal gelesen. Und die Stillen Tage in Clichy von Henry Miller kann ich auch beinahe auswendig herbeten. Und natürlich Gottes Werk und Teufels Beitrag von John Irving - oh Gott, ich muss schon weinen, wenn ich nur dran denke!



Wie gehst Du vor, um Plot/Figuren zu entwickeln?

Wie schon gesagt - ich bin ein (Schreib-)chaot. Meistens schreibe ich aus dem Bauch heraus - eine Idee springt mich an, lässt mich tagelang nicht schlafen, bis ich nachgebe und mich hinsetze, um daran zu arbeiten. Und dann fließt es quasi aus meinen Fingern in die Tastatur.

Aktuell arbeite ich zum ersten Mal "professionell" (jedenfalls stelle ich mir das so vor, professionelles Schreiben :) an einem Manuskript, weil das eine komplexe Handlung hat und ich da nicht einfach so drauflos machen kann. Das hält mich aber jetzt schon seit Wochen auf, und da mein Zweitname "Impatientia" ist, glaube ich nicht, dass das auf Dauer die richtige Arbeitsweise für mich ist. Momentan aber haben meine Protagonisten schon zehnseitige Lebensläufe - obwohl sie jünger sind als ich. Herrje, da kriege ich Minderwertigkeitskomplexe, wenn ich mir überlege, was die so alles schon erlebt haben!



Der Assistent 2 | Erotischer Roman
Blond, vollbusig, hemmungslos und unersättlich. Das ist die Vorstellung vieler von Erotik-Autorinnen. Welches Erotik-Autorinnen-Klischee erfüllst Du?

Alle natürlich! *lach* Aber ernsthaft, ist das Klischee nicht eher "Erotikautorinnen sind alle verklemmte und frustrierte Hausfrauen, die sich ihr eigenes degeneriertes Sexleben schön schreiben"? (Das würde schon eher ... ach, lassen wir das :-)

Als "Sexshopbesitzerin" habe ich natürlich sowieso mit ziemlich absurden Vorstellungen zu kämpfen - Du glaubst nicht, wie viele Kunden enttäuscht oder verwundert sind, wenn sie ins Geschäft kommen und sehen, dass ich weder Strapse noch einen bauchnabeltiefen Ausschnitt trage. Aber natürlich bin ich absoluter Profi in meinem Metier, und wenn jemand hundert wirklich gute Sextipps braucht, kann er mich gerne fragen *prahl* Reicht das als Klischee?



Hörst Du Musik beim Schreiben?

Meistens ja. Und meistens leitet mich die Musik dann auch. Mein aktuelles Manuskript ist getragen von Arvo Pärt und Shostakovich, wird also entsprechend nachdenklich und tiefgründig *lach*. Wenn ich SM schreibe, höre ich meistens Depeche Mode, Placebo oder VNV Nation, das kann dann also schonmal etwas wild werden. Ich finde die Idee schön, den Lesern den "Soundtrack" zum Buch mitzugeben, damit sie beim Lesen hören können, was ich beim Schreiben gehört habe, aber das geht ja leider nicht so ohne weiteres.



Was sagt Dein Umfeld zu Deiner Autorentätigkeit?

Die meisten Freunde und Bekannten haben mich schon immer für etwas "seltsam" gehalten, da war das dann nur noch das Tüpfelchen auf dem I, dass ich jetzt "auch noch" schreibe (und dann auch noch "sowas" *grins*). Meine Mutter war der Meinung, dass sie das schon immer gewusst hätte, schließlich hatte ihr schon meine Grundschullehrerin prophezeit, dass ich mal "Schriftstellerin" werden würde.

Am meisten zu leiden unter meiner Schreibmanie hat mein Mann, weil der mich in der wenigen Zeit, die wir aufgrund seiner beruflichen Eingebundenheit sowieso nur miteinander haben, oft entbehren muss. Manchmal sogar körperlich, in jedem Fall aber geistig. Und meine Tochter ist stolz - ich habe extra zwei Kinderbücher für sie geschrieben, damit sie auch mal was von Mama lesen kann (meine sonstigen Werke kann sie ja frühestens in zehn Jahren mal konsumieren, wenn überhaupt :). Allerdings erwartet sie nun zu jedem Geburtstag ein eigenes Buch von mir *schwitz*



Du darfst 24 Stunden lang unsichtbar sein. Was würdest Du tun?



Mich in die Galerie Lafayettes in Paris schleichen und darüber amüsieren, wie die Leute verwundert hinter all den Kleidern und Schuhen herstarren, die klammheimlich aus dem Geschäft schweben :)

Anschließend würde ich mich zu Paul Bocuse in die Küche mogeln und jedes Essen probieren.

Danke für die lustigen Fragen :)

Samstag, 12. Mai 2012

Mit Susanne Pointecker dem Leben auf der Spur

Mir war nicht klar, wie müde ich war, bis ich mit meinem Bürostuhl durch das Fenster schwebte. Ganz schwindelfrei bin ich zwar nicht, aber wenn ich schon mal was geboten kriege - noch dazu umsonst - nehme ich es an.
So ritt ich also auf meinem Bürostuhl im leichten Südwind gen Deutschlands Norden. Die Luft roch süß, die Vögel verabschiedeten den Tag mit fröhlichem Gezwitscher. Gelegentlich entdeckten mich ein paar Menschen und riefen und winkten aufgeregt. Ein Mann rannte vor lauter Starren gegen einen Laternenmast.
Ansonsten geschah nichts spektakuläres.
Irgendwann 300 km nördlich von Augsburg begegnete mir Susanne Klaffenböck-Pointecker. Sie flog einem dicken, weißen Kissen durch die Luft. Sie winkte mir zu und schwebte auf mich zu.
 Susanne, die Autorin von Die Bürde der Schatten nickte mir anerkennend zu.
"Ein Stuhl, wie praktisch", meinte sie.


Interviewfragen


Wie bist Du auf die Idee zu Deinem Roman gekommen?

Die Bürde der SchattenDie Idee hat mir meine eigene Großmutter geliefert. Ihr dramatisches Liebesleben hat mich derart berührt und inspiriert, dass meine Gedanken nur noch um diese Geschichten kreisten. Das Leben meiner Großmutter bildete also das Grundgerüst zu meinem Roman, den Rest musste nur noch meine Fantasie erledigen.


Drei Sätze, um mir Dein Buch schmackhaft zu machen: :-)

Jämmerliches Flüstern ließ mich mitten in der Nacht hochschrecken. Ich kannte diese Stimmen, und ich hasste sie. Seit einer Ewigkeit wurde ich von ihnen verfolgt. …“



Jeder sagt, es sei sein erster Roman, dabei setzt sich kaum jemand hin, fängt an zu schreiben und hat sofort einen vorzeigbares MS bzw. Kurzgeschichte etc. Seit wann schreibst Du?

In diesem Fall ist das Schreiben ist zu mir gekommen! Da war diese Geschichte in meinem Kopf, die ich unbedingt zu Papier bringen wollte und musste.


Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?

Es gibt so viele tolle Autoren, bekannte und unbekannte, da ist es mit ein paar Namen nicht abgetan. Den größten Respekt habe ich allerdings vor J.R.R. Tolkien. Er hat in seiner Mittelerde eine neue Welt geschaffen, die so bunt, faszinierend und auf gewisse so Weise real wirkt, dass ihm bestimmt keiner das Wasser reichen kann!



Bei wievielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es angenommen wurde?

Es waren viele … mindesten 25! Als unbekannter Autor darf man sich nicht scheuen, viele Verlage zu kontaktieren. Hätte ich 25 Absagen bekommen, hätte ich mich bestimmt auf die Suche nach 25 neuen Adressen gemacht. Es zählen nicht die Absagen, sondern die Zusagen ;)! Und wenn es nur eine ist, genügt das schon voll und ganz!



Wie lange hast Du an "Die Bürde der Schatten" geschrieben?

An diesem Roman habe ich fünf Jahre gearbeitet. Die erste Version war schrecklich, ich habe sie noch einmal völlig überarbeitet. Zufrieden gestellt hat mich das Ergebnis allerdings auch nicht, also habe ich beschlossen einen Schreibkurs zu belegen. In Zusammenarbeit mit Herrn Rainer Wekwerth konnte ich den Blickwinkel zu meiner Geschichte noch einmal neu definieren. Nach diesem Kurs war ich hochmotiviert und das entstandene Manuskript meiner Meinung nach vorzeigbar.



Liest Du viel? Was?

Ich lese sehr gerne. Am liebsten historische Romane, Liebesromane. Was Fantasy betrifft konnte mich bisher nur „Der Herr der Ringe“ wirklich überzeugen.



Hast Du Hobbys?

Ein Hobby ist etwas, dem man in seiner Freizeit mit Spaß und Leidenschaft nachgeht … Mir bereitet mein gesamter Alltag Spaß, dann ist wohl das Leben mein Hobby?



Was hilft Dir, Dich zu entspannen? Wo und wie findest Du Inspiration?

Früher habe ich in der Meditation meine Entspannung gefunden, heute gehe ich laufen. Die freie Natur beflügelt meine Gedanken.



Hörst Du beim Schreiben Musik?

Ja, unbedingt. Nur mit Musik kann ich abschalten und mich in meiner Geschichte fallen lassen.



Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?

Ja, es gibt ein neues Projekt, ein zweiter Roman befindet sich gerade in seiner Entstehungsphase.



Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?

Im Moment befinde ich mich in der glücklichen Situation Vollzeit-Mama sein zu dürfen. Tagsüber bin ich also für meine beiden Kinder da, und wenn die beiden abends in ihren Betten schlummern, packe ich meinen Laptop aus und fange an zu tippen, und wenn es nur ein paar sinnlose Zeilen sind, die ich am nächsten Tag wieder löschen werde!!



Dein Roman spielt/beginnt vor dem 2. Weltkrieg. Fasziniert Dich diese Zeit?

Nein, ich mag diese Zeit eigentlich nicht besonders, sie ist düster und voller Armut. Meine Geschichte konnte aber nur während des 2. Weltkrieges funktionieren, daher musste ich sehr viel recherchieren um mich dort zurechtzufinden.


Welche Superkraft/-fähigkeit hättest Du gerne, wenn Du eine bekommen könntest?

Jede Frau hat Superkräfte, sonst könnten wir keine Kinder zur Welt bringen ;)! Außerdem habe ich ein sehr ausgeprägtes Traumverhalten und fliege dabei regelmäßig mit meinem Kopfkissen durchs Haus. – Mehr Abenteuer brauche ich wirklich nicht!

Freitag, 11. Mai 2012

Tigerlilie / Leseprobe als Podcast

Hallo meine Lieben,

bald gibt´s was auf die Ohren! :-)

Am 21.05. wird eine Leseprobe von "Tigerlilie" auf GT-Radio laufen., einen Tag später auf der EROTIC MORNING LOUNGE auf 1000Mikes.com.

Wie gewohnt liest Rena Larf. Wer sie bzw. ihre Stimme nicht kennt, hat was versäumt! Schaltet unbedingt ein. Auch die anderen Podcasts sind es wert gehört zu werden!
Und vielleicht bekommt der eine oder andere Lust, zu einer kleinen (oder größeren) Bestellung bei Amazon *ggg*

Liebe Grüße, Eure Ivy

Freitag, 4. Mai 2012

Erotische Kurzgeschichte "Heiße Zugfahrt"

Diese Story ist ein Versuch, einmal in der Ich-Perspektive zu schreiben.
Und wie immer: auch diese Story ist reine, hundertprozentige Fantasie!

Heiße Zugfahrt

Zwei langweilige Stunden zwischen zeternden Senioren, die über Kinder im Zug und über Berufstätige, die den ICE frecherweise zur Rush Hour benutzten, schimpften.
Und eingezwängt zwischen allzu wichtigen Geschäftsleuten, von denen ein schmieriger Typ eine Viertelstunde lang mit Schielem auf meinen Ausschnitt in sein Handy quakte ohne zu merken, daß es ausgeschaltet war.
Die Klimaanlage funktionierte nur schlecht. Erst hatte ich mich einpacken müssen, als wolle ich auf Polarexpedition gehen und nun war es viel zu warm im Großraumabteil. Ich schälte mich aus meiner Lammfell-Lederjacke, stieg kurz aus meinen Schaftstiefeln und schlüpfte im Schutz meiner langen Weste aus meinen Leggins. Nun trug ich außer der Unterwäsche, einem engen Shirt und meinen kurzen Lieblings-Jeansrock nichts mehr. Wohlig seufzte ich und spürte einen Blick auf mich gerichtet.
Ein neuer Fahrgast saß schräg gegenüber auf der anderen Seite des Ganges an einem der Vierertische. Da er mich ungeniert musterte, erlaubte ich mir dasselbe.
Er gefiel mir.
Sein langes Haar hatte er hinter die Ohren gestreift und ein Dreitage-Bart gab seinem ohnehin attraktiven Gesicht eine männliche Erscheinung. Seine grauen Augen blitzten, als er mein Interesse bemerkte.
Ich sah fort. Er sollte nicht glauben, ich sei auf Männerfang. Auch wenn sein Blick mein Innerstes aufwühlte und ich nichts gegen eine Annäherung seinerseits gehabt hätte.
Mein Blick wanderte erneut zu ihm. Er trug legere Jeans, Shirt und Kapuzensweater. Eine wohltuende Abwechslung zu all den Schlipsträgern hier im Abteil. Seine weiten Hosenbeine riefen die Illusion in mir hervor, wie es wäre, wenn ich meine Hand hineinschieben und das nackte Bein hinauffahren würde. Warme, weiche Haut, ein wenig rau durch die Beinbehaarung. Weiter über Knie, Oberschenkel zwischen die Beine.
Ich schluckte und zerrte an meinem Ausschnitt. Das Atmen fiel mir mit einem Mal schwer und heiß war mir auch wieder.
Ich riß meinen Blick von dem attraktiven Mann los.
Nervosität und Lust tobten in mir. Ich lächelte, mehr aus Verlegenheit, als aus vollem Bewußtsein. Doch das Objekt meiner Begierde erwiderte das Lächeln. Himmel!
Sein Lächeln jagte mir heiße Begierde durch den Unterleib.
Ich lehnte mich zurück und schloß die Augen. Ein paar Atemzüge später linste ich unter meinen Lider zu ihm herüber. Er war mit seinem I-Phone beschäftigt. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Bedauern öffnete ich meine Augen. Ich sah aus dem Fenster und bemerkte nach einer Weile, wie sich jemand neben mich auf den freien Platz parallel zu meinem setzte.
"Hallo, mein Name ist Nick."
Mein Kopf fuhr herum und ich sah in graue Augen.


..... Fortsetzung folgt