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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Mit Vivian Hall auf der Suche nach Bombenstimmung und gerupften Engeln .....


Bombenstimmung im Nahen Osten. Nachdem ich für die Weihnachtszeit meinen Besen gegen ein paar herrlich federleichter Engelsflügel eingetauscht hatte - es mußten nur ein paar Neu-Engel dafür gerupft werden und sie bekamen auch Morphium gegen die Schmerzen! - flog ich einmal nach rechts, dann nach links.
Offengestanden recht unmotiviert, aber ich mußte meine Flügel auch erst einfliegen.
Meine Aufmerksamkeit wurde dann von Lichtblitzen und Knallgeräuschen angezogen. Da ich selbst äußerst friedfertig bin und Nachrichten nur bedingt ansehe, hielt ich es für ein Feuerwerk.
Eine Party? Ein Fest!
Fröhliche Menschen, genau danach stand mir der Sinn. Also wandte ich mich dorthin und bekam prompt eine Breitseite ab. Eine Kanonenkugel zerfetzte mir den linken Flügel, ich kam ins Straucheln und stürzte Pirouetten drehend in ein Wohngebiet.
Als ich mich soweit beruhigt hatte, daß meine Knie ihren Dienst aufnahmen, blickte ich mich um und erkannte eine triste Hochhaussiedlung. Von irgendwoher drang Musik.
Je näher ich kam, desto deutlicher wurden die Klänge. Dirty Dancing. Bestens, "The time of my life", wo man singt, da laß dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder ...
Ich trat durch die offenstehende Haustür eines Bungalows am Rande der Siedlung. Das altertümliche Geräusch einer manuellen Schreibmaschine mischte sich mit der Musik. Ich stieß die Tür auf und entdeckte eine junge Frau, die auf die Tastatur einhämmerte.
Stirnrunzelnd blickte sie hoch. Einen Moment wirkte sie irritiert, dann erhellte sich ihre Miene.
"Ivy Paul!"
"Vivian Hall, so eine Überraschung!"
Wir lachten und ich zog bedeutungsvoll mein Diktiergerät hervor.....

 
Interview
 
Wie bist Du auf die Idee zu Deinem Roman gekommen?

 Oh, die Idee selbst kam mir vor ungefähr zwei Jahren. Sozusagen ein Geistesblitz, sehr schemenhaft und unausgegoren. Der Plot hat sich dann erst während des Schreibens richtig entwickelt und völlig andere Formen angenommen, als ursprünglich angedacht. Ich ein richtiger Bauchschreiber (auch wenn ich versuche mir das abzugewöhnen) und folge neugierig der Spur meiner Ideen. Meistens steht schon das erste Drittel des Manuskripts, bevor ich weiß, was ich meinen Protas alles antuen werden. *g*
Family Affairs: Verbotenes Verlangen: Erotischer Roman
Mich reizen Geschichten mit einem dramatischen Einschlag, ich mag es nicht, wenn alles zu glatt läuft, weil es im realen Leben ja auch so ist. Friede, Freude, Eierkuchen und zuviel Romantik langweilen mich schon beim Lesen und beim Schreiben erst recht. Daher hat mich diese komplexe Dreieckskonstellation sehr gereizt, auch wenn es auf den ersten Blick etwas befremdlich erscheint, dass meine weibliche Hauptperson dem Liebhaber ihrer eigenen Mutter verfällt. Die Charaktere auszuarbeiten und sie mit Leben und einer Seele auszustatten, hat monatelang meinen Alltag erfüllt und mit jedem Satz, wurde das Bild der beiden vor meinem inneren Auge klarer, bis sie mir fast real vorkamen.

 


Drei Sätze, um mir Dein Buch schmackhaft zu machen: :-)

Lieber Leser, für welchen männlichen Protagonisten entscheiden Sie sich?

 

1.     Für Ryan, den untreuen, aber verteufelt sexy Mistkerl, der sich nicht entscheiden kann und Chloe mit seiner Anziehungskraft um den Verstand bringt …

 

2.     … oder ziehen sie doch den undurchsichtigen Texaner Ross Turner vor, der plötzlich in Chloes Leben auftaucht, und nicht nur einen eisernen Willen besitzt, sondern auch haufenweise Geheimnisse mit sich herumträgt.

 

3.     Vielleicht hat es Ihnen aber auch Victor angetan, der zynische Moralapostel, der sich ständig mit Turners zickiger Tochter Paige zofft und mit aller Macht versucht, seinen Bruder Ryan die Hochzeit mit Chloes Mutter auszureden und auch nicht davor zurückscheut, Mutter und Tochter gegeneinander auszuspielen.

 

Wie bist Du auf Dein Pseudonym Vivian Hall gekommen?

 Vivian ist ein Nick, der mich schon länger begleitet und den ich auch auf einer  öffentlichen Plattform genutzt habe. Dort habe ich sozusagen „geübt“ und viel Spaß dabei gehabt. Ich konnte da viel lernen und habe Menschen kennengelernt, die mich bestärkt, aber auch kritisiert haben, was mir nur gut getan hat. Kritik ist wichtig, auch wenn sie manchmal weh tut. Diese Anfänge haben mich auf jeden Fall geprägt und überhaupt erst dafür gesorgt, dass ich es gewagt habe, einen Roman einzuschicken. Um das nie zu vergessen, habe ich den Namen behalten.

Der Zusatz „Hall“ kam ganz unspektakulär zustande. Zu Vivian einen wohlklingenden Nachnamen zu finden, ist gar nicht so einfach. Da ich aus Rücksicht auf meine Familie meinen realen Namen nicht verwenden wollte, musste ich mir also eine Alternative überlegen und habe Namensthreads durchforstet. Hall klang in Verbindung mit Vivian einfach am besten, also ist es dabei geblieben. J

  

Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?

 Ja, also … DU.
Nein, ernsthaft. Ich mag die Plaisir Autorinnen sehr, sehr gern. Nicht nur, weil es Kolleginnen sind, sondern weil der Verlag viel Wert auf Qualität legt. In jüngster Zeit hat mich auch Michael Dissieux beeindruckt oder auch sein Verlagskollege Vincent Voss. Die Romane der beiden habe ich förmlich verschlungen. Wer noch …grübel …Jonathan Nasaw ist noch großartig. Allgemein liebe ich Psychothriller und mystisch angehauchte Romane. Im Grunde muss mich die Idee ansprechen und ich gebe offen zu, dass ich mir viele Bücher nur gekauft habe, weil mir die Cover so gut gefallen haben.

 

Bei wievielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es angenommen wurde?

Es waren nur vier Verlage, weil ich mir nicht wirklich Chancen ausgerechnet habe. Zwei Großverlage, die bis jetzt noch nicht geantwortet haben ;) und noch einen mittelständischen, der allerdings abgesagt hat, weil es nicht ins Verlagsprogramm passt hat. Dann war da noch der Plaisir d’Amour Verlag. Der war von Anfang an mein persönlicher Favorit, weil ich die Bücher schon kannte und mir das ganze Konzept des Verlages supersympathisch ist.

 

Wie lange hast Du an "Family Affairs" geschrieben?

Puh, ich glaube, es waren ungefähr 4 Monate. Eigentlich war es zuerst nicht geplant, dass ich es einschicke, aber aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlags, was gottlob gut ausgegangen ist, wurde mir klar, dass man was wagen muss, weil es jeden Tag vorbei sein kann. Ich wollte nicht eines Tages aufwachen und das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben. Außerdem gab es ein paar liebe Menschen, die mich in meinem Selbstbewusstsein bestärkt haben und irgendwann dachte ich mir: warum eigentlich nicht? Schlimmstenfalls kassiere ich eine Absage und danach dreht sich die Welt wieder normal weiter.
 

Liest Du viel? Was?

Nicht mehr annähernd so viel, wie ich gerne möchte. 2-3 Bücher im Monat schaffe ich in der Regel, manchmal aber auch nur eines. Mein eBook Reader ist eigentlich immer in meiner Nähe, auch wenn ich nach wie vor lieber ein gedrucktes Buch in der Hand halte. Das Lesen ist völlig anderes, wenn man den Geruch eines Buches in der Nase hat und die Textur der Buchseiten unter den Fingern spürt.

Was die Wahl der Bücher angeht, bin ich relativ flexibel. Ich hüpfe munter in den Genres hin und her, habe aber eine ausgeprägte Schwäche für guten Horror und Serienkiller. J Erotik lese ich natürlich auch, sehr gern sogar.

 
Hast Du Hobbys?

Ich lese und schreibe ein bisschen. J Und ich bastel gerne mit meinem Gimp Programm herum, mit wechselndem Erfolg. Ist ein bisschen wie malen und ich mag es, kreativ zu sein, auch wenn die Ergebnisse nicht immer die Tollsten sind.

 

Was hilft Dir, Dich zu entspannen? Wo und wie findest Du Inspiration?

Entspannen kann ich nur schwer, wenn ich ehrlich bin. Ich versuch es, scheitere aber meistens an mir selbst, weil ich dazu neige, mir zuviel auf die Schultern zu laden und mich dann wundere, dass die Zeit knapp wird. Am ruhigsten bin ich wirklich, wenn ich bei meinem Mann im Bett liege. Seine Nähe hilft dabei, meinen unruhgien Geist ein wenig zu zügeln.

Inspiration trifft mich meist ganz unvorbereitet. Manchmal ist es ein Satz im Fernsehen, der eine Kette von Bildern in meinem Kopf freisetzt. Oft ist es nur ein Strohfeuer, doch manchmal kann ich diesen Brand in meinen Gedanken nicht löschen und dann kommt mein Plotbüchlein zum Einsatz. Um ehrlich zu sein, bis ich alles geschrieben habe, was ich schon an Ideen hatte, bin ich eine alte Frau.

 

Dein Leben ist ein Song. Welcher Song spiegelt dein Leben wieder?

 Aktuell wohl:  (I've had) the time of my life  von Bill Medley and Jennifer Warnes

  

Hörst Du beim Schreiben Musik?
 

Nein, beim Schreiben brauche ich absolute Ruhe, deswegen schreibe ich am liebsten spätabends, wenn alle im Bett sind. Das geht aber nicht immer, weil ich wie jeder normale Mensch meinen Schlaf brauche. Deswegen weiche ich auf die Vormittage aus, dann ist mein Sohn im Kindergarten und mein Mann beim Arbeiten.

 

Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?

Oh ja. Teil 2. von Family Affairs liegt dem Verlag schon vor. Teil 3. ist aktuell in Arbeit und ich habe noch ein heißes Historical mit einem ziemlich düsteren Helden in petto. Dann gibt es noch weitere Projekte, doch davon werde ich erst erzählen, wenn ich weiß, ob die sich auch realisieren lassen.

  

Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?

 Morgens aufstehen, den Kleinen wecken und für den Kindergarten fertigmachen. Da mein Mann erst gegen halb neun aus dem Haus muss, gönnen wir uns den Luxus und frühstücken immer zusammen und machen uns ziemlich zeitgleich auf den Weg. Der Kindergarten befindet sich komfortabler Weise nur fünf Gehminuten von unserem Heim entfernt und so bin ich vor neun wieder zuhause. Danach habe ich drei Stunden Luft, erledige aber vor dem Schreiben noch die nötigsten Hausarbeiten. Dann muss alles bis zum Abend ruhen, wo ich oft noch das Geschriebene überarbeite oder noch weiterführe.
 

Du hast Mann und Kind. Was sagen die beiden zu Deinem zweiten Ich?

Kind noch gar nichts, dafür ist er mit seinen drei Jahren noch zu klein. Mein Mann betrachtete meine Schreiberei anfangs mit einem Hauch Skepsis, ist aber jetzt stolz darauf, dass ich es mit meiner „Tipperei“ zu einem Verlag geschafft habe. *g* Ich denke, dass viele das Schreiben nicht als richtige Arbeit ansehen und jetzt bekommt er hautnah mit, wie viel Zeit dafür draufgeht.


 

Weltuntergang, am 21.12. Warum hast Du keine Zeit dafür?

Mein Sohn und ich haben am 24. 12 eine Verabredung mit dem Weihnachtsmann, die wir unbedingt einhalten müssen. Der Weltuntergang wird also noch ein bisschen warten müssen. J

 

Was wäre der skurrillste Weltuntergang, der dir einfallen würde?

Oh, ich habe eine grauenhafte Vorstellung:

Facebook entwickelt ein eigenes Bewusstsein, übernimmt das Regiment über die Menschheit und zahlt uns jedes einzelne „like“ zurück, indem es uns zu Datenmüll verarbeitet. Danach werden wir in Endlosschleife durch die unendlichen Weiten des Internets gejagt, bis die Server zusammenbrechen. J

 
Danke liebe Viv, für das zauberhafte Interview! Und Deine Gastfreundschaft :-) (Nichts ist vergessen...)
 

Freitag, 2. November 2012

Der Teufel soll sie holen, die Schreibblockade! Oder Strategie Nummer 3

Hallo meine Lieben,

hier also der versprochene Teil 2 meiner Schreibblockaden-Vermeidungs-Überwindungs-Strategie
Um euch ein anschauliches Bild zu geben, habe ich euch einen Tagesablauf dokumentiert. (Ferientag, der beste aller Ehemänner zuhause. Wetter leider schlecht, Freunde der Kinder in Urlaub - blankes Entsetzen. Die Kinder demzufolge zuhause. Vorpubertär und halbpubertär. Mit einem Wort: Gruslig.)


7.30 Uhr 
Ich erwache. In meinem Bett. Allein. Überlege, wer und wo ich bin und beschließe, dies zu herauszufinden, indem ich mich aus dem Schlafzimmer wage.
In der Küche ein widerlich gut gelaunter Ehemann. Als Morgenmuffel ist das wirklich eine Zumutung, man weiß es andererseits zu schätzen, wenn man sich an die morgendlichen Rangeleien in der Pubertät mit dem morgenmuffligen Bruder erinnert.
Nach einer großen Tasse Kaffee gelingt es mir meine Mundwinkel zu heben. Ein Fehler, scheint es doch der Startschuß seitens Ehegespons nun eine Konversation zu beginnen.
Ich schiele nach meinem Messer. Frühstückmesser. Stumpf. Irgendwas ist immer.

8.30 Uhr
Mein Mann ist nicht schnell genug.
Ich flitze an meinem Mann vorbei ins Bad. Daß er irgendwas von wegen Blase und nur mal eben kurz jammert, überhöre ich. Nicht aber das Lachen der Nachbarn, als ich das Badfenster schließe und meinen Mann um Toiletten-Asyl bitten höre ...

9.30 Uhr
Ich wußte seit dem Frühstücksmesser, das heute nicht mein Tag ist.
Mein Jeansröckchen, das, das mir immer die besten Ideen einflüstert, ist in der Wäsche.
Beschließe aus Trotz eine Skinny-Jeans zu tragen...

9.45 Uhr
Der Computer rauscht. Word ist offen. Allein, die Worte sind schnöde Worte, die mir nichts sagen wollen.

9.50 Uhr
Beschließe, einen Kaffee zu holen

10.15 Uhr
Meinen Kaffee schlürfend fällt mir ein, daß ich noch meine Freundin anrufen könnte. Sie versteht meinen Herzschmerz wegen des Jeansröckchens ....

11.15 Uhr
Frohgemut setze ich mich an mein Notebook.
Der Jeansrock ist nur ein Vorwand, nicht zu arbeiten, aber zu behaupten, KEINE Schreibblockade zu haben. Nachdem wir das analysiert haben, muß es auch mit dem Arbeiten klappen.

11.30 Uhr
5 Sätze später:
Meine Kinder verlangen lautstark nach Essen.
Essen? Schon wieder? Wo ist eigentlich mein Mann? Der Rabenvater hat sich abgesetzt und überläßt mir die Verpflegung der hungrigen Mäuler.

11.45 Uhr
Mein Versuch, Dosenfutter oder Fast-Food in den Lebensmittelvorräten zu finden erweist sich als hoffnungslos. Ich hätte es wissen müssen. Sowas gibt unser Haushalt nicht her. Werde doch kochen müssen.

11.50 Uhr
Gerade als ich beschließe Griesbrei zu kochen, kommt mein Mann, die treue Seele vom Einkaufen zurück. Er verjagt mich und nimmt die Nahrungszubereitung in die Hand.

12.30 Uhr
Schweinegeschnetzeltes mit Reis und grünem Salat steht auf dem Plan.

13.00 Uhr
Satt bis obenhin.
Das Hirn hat zu wenig Blut um in angemessenen Parametern zu funktionieren.
Gehe auf Facebook.

15.30 Uhr
Kurz mal mit einem Freund gechattet.
Es war nur kurz! Die Uhr muß lügen.

15.45 Uhr
Na also, läuft doch.
Das Telefon klingelt. Mir egal, ich bin nicht da, ich arbeite.

16.30 Uhr
Wenn Muttern ruft, geht man ran. Punkt.
Beschließe, etwas gegen das Brave-Tochtern-Syndrom zu unternehmen, an dem ich leide....

17.30 Uhr
Einige Psychologie-Ratgeber bestellt, Telefonnummern guter Psychologen rausgeschrieben. Ich vergeude keine Zeit ....

18.30 Uhr
Abendessen war ebenfalls köstlich.
Beschließe, zum Verdauen mal auf Amazon das Ranking meiner Romane zu überprüfen.

18.35 Uhr
Google nach Erwähnung meiner Bücher in diversen Blogs.

18.40 Uhr
Rufe meine Freundin an. Schütte ihr mein Herz aus. Niemand liebt mich und überhaupt, die ganze Hausarbeit macht mich fertig....

19.00 Uhr
Meine Freundin beendet entnervt das Gespräch.
Ich bin immer noch nicht seelisch stabil genug, um an die Arbeit zu gehen.

19.05 Uhr
Habe da einen notgeilen Stalker aufgetan. Logge mich in einer F*** und Spaß-Community ein. Wiege angeblich 100 kg auf 1,60. Bin aber blond, vollbusig und hemmungslos. (Kein Foto im Profil)
Sofort locken mich gleich drei Notgeile in den Chat.

19.30 Uhr
Verlasse den Chat frustriert.
Der heiße Typ mit der Optik eines männlichen Models (Profilfoto) hat versehentlich seine Cam eingeschaltet. ER wiegt 100 kg auf 1,60 m und sein Schniedl, den er in die Cam reckte, war ausgefahren ungefähr 5 cm lang.
Der zweite Typ entlarvte sich als 18jähriger Notgeiler mit soviel sexueller Erfahrung wie ich sie vom Gitarrenbau besitze. Vermutlich explodieren bei dem Jüngelchen nicht die Frauen lustvoll, sondern eher die Pickel ...
Kandidat Nummer 3 hat sich schnell verabschiedet, als ihm offenbar dämmerte, daß ich nur ein Fake bin. Schade eigentlich. Der beherrschte die Rechtschreibung und besaß Humor.

20.30 Uhr
Komisch.
Mit Frustration über das wahre Leben klappt´s plötzlich mit dem Schreiben.
Hole mir einen weiteren Kaffee.

21.50 Uhr
Gerade als mein Protag völlig aufgeht in ... *hust* Begeisterung guckt mein Mann brummelnd in mein Arbeitszimmer.
Ich glaube wenigstens, daß es mein Mann war. War auf jeden Fall der Kerl, der mit mir das Bett teilt. *grübel* Ich habe seinen Namen vergessen.

21.53 Uhr
Nachdem ich ihn minutenlang wortlos anstrahlte, entscheide ich mich für die harmlose Variante und nenne ihn "Schatz". So fühlt er sich geliebt und weiß nicht, daß mir sein Name entfallen ist.
Sein Lächeln verbuche ich als Erfolg und beschließe, "Schatz" generell als Kosename für engere Freunde und Bekannte in mein Vokabular aufzunehmen.

22.00 Uhr
Überlege, ob ich psychisch gesund bin.
Ob es eine Namensfindungs-Störung gibt? Ist es ein Hinweis auf psychologische Defizite, wenn ich Kosenamen verwende?
Kosenamen abseits von "Ey Alter", versteht sich. Hört man ja ständig.
Google, ob die Verarmung des Vokabulars nur mir aufgefallen ist, oder ein allgemein erkanntes Problem.

22.05 Uhr
Eine Seite mit Niederungen der deutschen Umgangssprache gefunden. Fahre das Notebook schockiert herunter und gehe zu Bett.
500 Worte geschrieben. Könnte schlimmer sein.

22.30 Uhr
Liege im Bett. Hellwach.
Es ist schlimmer. Den ganzen Tag am Computer gesessen und nix produziert. Das schlechte Gewissen drückt so sehr, daß ich wenigstens noch ETWAS sinnvolles produzieren möchte.

22.35 Uhr
Die Systeme sind hochgefahren.

22.40 Uhr
Blogeintrag: Strategien gegen Schreibblockaden!



Donnerstag, 1. November 2012

Was zum Teufel schreib ich jetzt? Oder: Der Umgang mit Schreibblockaden ... Teil 1

Hallo ihr Lieben,

ich widme mich heute einem wirklich wichtigen Thema:

Schreibblockaden oder: Wie vermeide ich diese?

Es gibt ein paar wundervolle Strategien zu dieser Problematik. Welche für euch funktioniert, müßt ihr selbst herausfinden....

Da ich neuerdings selbst darunter leide, wurden die folgenden Strategien selbst von mir getestet und für mehr oder weniger erfolgreich befunden.




Strategie Nummer 1 - nichts für Faulpelze, Langweiler oder sonstige Weicheier:


Hinsetzen

Schreiben

Sämtliche Störungen existieren nicht.

NEIN: Sie existieren nicht!

Wasserrohrbruch? Tür auf, Wasser läuft schon irgendwo hin.

Mann verletzt sich? Habt ihr einen Mann oder einen Waschlappen geehelicht? Er schreit wie am Spieß? Und Blut sprudelt? Keine Sorge, irgendwann hört beides auf...
(Wer eine Frau hat: Bestens. Die vermeiden solchen Unfug wie Verletzungen meist. Und wenn, die kleben sich selbst das Pflaster auf!)

Am Ende des Tages ist die Schreibblockade überwunden ... Ihr habt vielleicht nichts vernünftiges Produziert, aber ihr habt die Schreibblockade ausgetrickst.

Strategie Nummer 2 - für jene unter uns, die weder Abgabetermin noch sonstigen Schreibdruck oder -zwang verspüren. ...


Ihr setzt euch.

Ihr merkt, heute läuft nix.

Ihr verlaßt euren Platz und macht irgendwas anderes.



Und morgen erfahrt ihr die ultimative Strategie Nummer 3!

Liebe Grüße, Eure Ivy


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Und weil ich schon am Fluchen bin: Halloween

Hallo ihr Lieben,

nein, Halloween ist KEINE amerikanische Erfindung. (Auch wenn Michael Mittermeier das heute auf Antenne Bayern behauptete!)

Die Amis haben es vielleicht über die Jahrhunderte hinweg erhalten, modifiziert und kommerzialisiert, aber Halloween ist irischen Ursprungs.

Das letzte Mal lag Irland in meinem Atlas noch neben Großbritannien und ist somit Teil Europas (unbestätigten Gerüchten zufolge zahlt man in Irland auch mit Euro und nicht mit Feengold ...)

Das irische Ursprungs-Halloween hieß: Samhain (klickt drauf, dann könnt ihr bei Wikipedia genaueres dazu lesen.)

Und wenn jetzt noch einmal einer behauptet, Halloween sei eine amerikanische Erfindung, bekommt derjenige meine gefletschten Zähne in den Unterschenkel gerammt!

;-)

Gruslige Grüße, Ivy

Das Leben ist kein Ponyhof ....

Hallo ihr Lieben,

das Leben ist auch kein Wunschkonzert.

Es gibt Momente, da trifft es dich mit einem Fausthieb, direkt in den Magen. So geschehen heute Vormittag.
Mein Handy ist selten kommunikativ. Meist rührt sich gar nichts, für eine Quasseltante wie mich ein deprimierender Zustand.

 Weit deprimierender ist mein augenblicklicher Status - dazu aber gleich mehr.

Vormittags also blicke ich auf mein Display.
Ich habe das genialste Handy, das derzeit funktionstüchtig ist: Jedem Taschendieb müßte ich damit hinterher rennen, damit er es  behält ....
Eine SMS.
Welche Freude! (An dieser Stelle sei erwähnt, daß auf meinem Handy die Nummern von ein paar Autoren gespeichert sind - nur so, falls ein Taschendieb doch mal zugreift. Der äußere Schein kann trügen ;-) und innen drin macht mein Mobiltelefon echt was her. )
Ich zitiere den Inhalt der SMS nicht vollständig, schon weil es so einigen die Schamröte ins Gesicht treiben würde, auch ich errötete, allerdings weder aus Scham noch aus Wut ;-), WAS mich allerdings dann zu Tränen rührte, war die Nachricht, das besagter SMS-Schreiber einen Festnetz-Anschluß besitzt.

F E S T N E T Z - A N S C H L U S S

Heiße Tränen der Verzweiflung vergoß ich über diese Nachricht.
Ein Telefon. Einen sprechenden Knochen. Ein klingender Draht zur Außenwelt.
Und ich?
UND ICH?????
Ich habe seit Freitag keinen Telefon-Anschluß mehr. Das Handy läuft mit Prepaid-Karte (Kontostand: 5 Euro-schlag-mich-tot.) Das Internet funktioniert. Immerhin.

Ich werde den Anbieter, der mich so verraten und verkauft hat, nicht preisgeben ...

Nur soviel: Wenn man geile Bräute über den Fernseher hüpfen läßt und sogar Brad Pitt engagieren kann, sollte man doch fähig sein, so einen Scheiß-Knopf am Computer zu drücken und mich mit dem Telefonnetz verbinden können.

Oder?!

Ich habe mehrere Möglichkeiten in Erwägung gezogen.

Kennt ihr das noch:
Wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, dann rufen Sie doch das A-Team!

Was hindert mich? Das Scheiß-Telefon!

B.A. Barracus, wenn Du das liest: versohl die Verantwortlichen mit einem Telefonhörer, bis sie weinen!

Ich dachte auch an einen anderen Helden meiner Kindheit:

MacGyver. Mit Drahtbügel, Lippenstift und Nudelsieb würde er mir gewiss ein dauerhaft funktionierendes Telefon bauen.

Was hält mich ab? Das verfluchte Telefon!

Himmel-Arsch-und-Zwirn, Brad Pitt, ich hab´ Dich immer toll gefunden, aber nach dem hier muß ich feststellen: Auch Du bist käuflich.

*schluchz*
Ich würde Brad ja anrufen und es ihm persönlich mitteilen. Aber es geht nicht. Natürlich nicht.

Mein Scheiß-Telefonanschluß funktioniert NICHT!!!!!!!!!!!!!!

In diesem Sinne:

Lautlose Grüße, Eure Ivy


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Neuigkeiten vom Schreibtisch

Hallo ihr Lieben,

gemeinhin wird ja angenommen, unsereins liege am Pool und schlürfe Cocktails - serviert vom Hausboy.

Die Wahrheit sieht so aus:
MEIN Pool ist ungefähr 1 m x 1m x 1,80 m und die Cocktail mixe ich mir selbst. Und muß sie mir selbst an den Badewannenrand stellen.
Es sei denn, ich baue für meine Katze ein Tragegestell, das sie sich umschnallen läßt und richte sie darauf ab, auf Zuruf zu kommen.
Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht, welche von diesen drei Aufgaben die lösbarere ist.

Wem mache ich was vor?

Ich habe gar keine Zeit für solchen Luxus wie ausgedehnte Wannenbäder.

Den Großteil des Tages verbringe ich am Computer. Idealerweise am Schreiben meiner Manuskripte.
Den Sommer über war ich eher etwas faul und frönte teilweise meinen Hobbys:

Seifen sieden: Hier eine Kokos-Olivenölseife
mit Mandarinen Pö und Zimtäpfelchen PÖ
Unsere Katze Miez-Miez inmitten ihrer neuen Freunde




Schritt 1: Seifenreste würfeln
Schritt 2: gemahlene Seifenreste
Schritt 3: einen Teil mit Wasser und Öl
zu einer Mousse aufschlagen.
Ein traumhaftes Duschvergnügen!

Und wenn es einen nach draußen verschlägt, findet man solch prächtige Büsche :-)
 Nun ist der Alltag eingekehrt und ich gönne mir nun endlich wieder meinen gewohnten Tagesablauf: Aufstehen, fertigmachen, schreiben, Kinder versorgen, Haushalt, Essen machen, Schreiben, Schlafen.

Und das werde ich nun tun - schlafen meine ich - und verabschiede mich mit folgendem Sinnspruch:

"Für mich ist ein Intellektueller einer, der morgens ausschlafen kann, nicht körperlich arbeiten und vor keinem Chef buckeln muss. In diesem Sinn bin ich auch ein Intellektueller." - Karl Dall, Interview durch Detlev Reinert im SZ-Magezin 5/1994"

Schlaft schön!

Eure Ivy

Montag, 8. Oktober 2012

Lesung in Lindenberg im Allgäu

Hallo meine Lieben,

wie versprochen der Bericht über meine Lesung im Hotel Waldsee in Lindenberg:

Jeder, der schon einmal verreisen durfte, weiß, wie schön es sein kann, endlich anzukommen und dann auch noch an einem Ort, der den Wünschen und Vorstellungen entspricht - oder sie gar übertrifft. In meinem Fall war es so.
Nicht nur, daß das Hotel absolut traumhaft an einem kleinen See gelegen war, nein, am Abend flutete herrliches Abendrot durch das riesige Panoramafenster in meinem Rücken.
Das Essen war deliziös, der Raum entführte die Gäste in vergangene Zeiten - wie ihr auf den Fotos sehen könnt und die Chefin (dem Chef begegnete ich leider nicht) und die Angestellten erwiesen sich als zauberhaft.

Wie immer las ich unterschiedliche Szenen aus meinen Büchern. Und wie immer klebten die Zuhörer an ihren Plätzen während ich las.

Der krönende Abschluß des Abends war das Avocado- und Cassis-Sorbet. Zwar habe ich den Küchen-Hotelchef nicht um das Rezept bitten können, doch auf Chefkoch habe ich eines gefunden, das ausprobiert werden wird - bei Gelegenheit. ;-)

Liebe Grüße, Ivy

Samstag, 29. September 2012

Erste Bilder von meiner Lesung im Hotel Waldsee, Lindenberg im Allgäu

Hallo meine Lieben,

ein bißchen erschöpft bin ich heute Mittag zuhause angekommen, doch ich will nicht lange Zeit vertrödeln und zeige euch bereits erste Bilder meiner Lesung, der Umgebung und des Hotels.

Wie ihr sehen werden ist es in Lindenberg, oder genauer gesagt im Hotel Waldsee, traumhaft! :-)


Ivy Paul im Hotel Waldsee, Lindenberg im Allgäu
Me
Blick aus meinem Hotelzimmer
Der Waldsee, direkt am Hotel :-)
 
Der Saal :-)
 
 
Sitzecke im Gang des Hotels :-)

Petra Balke-Besser von Buch&Handlung und ich

Nein, ich bete nicht :-)



Die Tage folgen Bericht und noch mehr Fotos ?

Liebe Grüße, Ivy
 

Freitag, 14. September 2012

Durch Zeit und Raum mit Mina Kamp "Cherryblossom - Die Zeitwandler"

Ich fuhr mit dem Traktor über einige Wiesen und erfreute mich an einigen blühenden Magnolienbäumen, die die Wegeränder säumten.
Nichts böses ahnend lauschte ich dem Tuckern des Motors, bis mir aufging, das sich ein seltsamer Laut in das Geräusch gemischt hatte.
Ich stoppte die Fahrt und konzentrierte mich auf den Nebenlaut. Da! Es war ganz deutlich zu hören:
Cherryblossom, Cherryblossom, blubberte der Traktor.
Da ich mitten in der Botanik stand, war ich froh, mein Smartphone bei mir zu haben und auch Empfang zu erhalten. Also googelte ich, was es wohl mit diesem ominösen Cherryblossom auf sich haben mochte. Schon wenige Momente später war der Kontakt hergestellt:
Mina Kamp, die Autorin des Romans "Cherryblossom - Die Zeitwandler" stand mir Rede und Antwort:



Interviewfragen:

1. Was siehst Du, wenn Du aus dem Fenster blickst?

Unseren Magnolienbaum, der im Begriff ist seine Blätter gelb zu färben. In rosa gefällt er mir besser …

 2. Jeder sagt, es sei sein erster Roman, dabei setzt sich kaum jemand hin, fängt an zu schreiben und hat sofort einen vorzeigbares MS bzw. Kurzgeschichte etc. Seit wann schreibst Du und wann hast Du das erste MS an einen Verlag geschickt?

Ich habe Cherryblossom tatsächlich im Frühling 2011 einfach angefangen und in den Computer gehämmert. Sechs Wochen später war die Rohfassung fertig und mein Exmann ausgezogen. IoI
Natürlich musste ich, da ich überhaupt keine Ahnung vom Schreiben hatte, noch ganz viel am Skript arbeiten. Und ich finde auch heute noch Fehlerchen und weiß dass ich noch einiges lernen muss.


3. Wie ist Deine übliche Herangehensweisen Romane?

Ich habe noch keine übliche Herangehensweise. Allerdings weiß ich, dass die meisten Autoren zuerst einen Plot entwickeln. Bei Cherryblossom war das nicht so, was dann und wann auch einmal zum Problem wurde. Die Geschichte entwickelte sich komplett mit einer Art Eigendynamik. Natürlich habe ich auch einen Plot, in meinem Kopf aber er ist nicht in Stein gemeißelt. Seltsamerweise habe ich bei allen Geschichten zuerst die Überschriften und dann entwickelt sich eine Geschichte dazu.
Mhh …
4. Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?

Nina Blazon, Cassandra Claire und viele andere…

5. Bei wievielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es angenommen wurde?

Vier!

6. Wie lange brauchst Du für ein Manuskript?

Da ich neben dem Schreiben leider auch viel arbeiten muss, dauert es länger als mir lieb ist. Dann gibt es noch Privatleben –meine Tochter, mein Freund, meine Stute Cherryblossom-
Tja, und schwupp, dauert ein rohes Skript mal fünf Monate.

7. Liest Du viel? Was?

Ich komme leider im Augenblick selten dazu. Das letzte was ich gelesen habe war HexHall und Purpurmond. Twilight habe ich alle vier Bände dreimal gelesen. Grins!
8. Hast Du Hobbys?
Meine beiden Stuten Cherryblossom und Amy, Klavier spielen, Malen und Lyrik verfassen.
Achja, und seit neuestem auch Treckerfahren. Mein Freund ist Landwirt.

9. Was hilft Dir, Dich zu entspannen? Wo und wie findest Du Inspiration?

Definitiv Musik. Entweder selber Klavierspielen oder still rum liegen und mich laut beschallen lassen.
Und malen kommt auch gut.

10. Hörst Du beim Schreiben Musik?

Unbedingt! Möglichst laut. Es könnte zu Cherryblossom einen ganzen Soundtrack geben.
Da wäre zum einen Sweetdreams von Emelie Browning, where is my mind von Yoav und Katy on an mission von KatyB. Dann wäre da noch Army of me von Björk, Fever Rays the wolf und keep the streets empty.

11. Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?

Priorität hat Nymphenherz! Cherryblossom zwei. Aber sonst ist auch das rohe Skript einer anderen Geschichte fertig, das mir aber noch Sorgen macht. Seufz!
Cherryblossom12. Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?

Eine Tasse Tee mit Zucker und Milch, meine Wolldecke und meine Finger auf der Tastatur.
Wenn ich nicht raus muss …

13. Autor/in zu sein bedeutet für Dich ....

Freiheit! Es füllt mich mit Leben.

14. Wo schreibst Du?

In der Küche vorm Fenster.

15. Du darft einen Tag lang in einen Film hüpfen und dort eine der Figuren spielen. Welchen Film und welche Figur wählst Du aus? Warum?

Twilight! Bella! Weil ich gerne Edward küssen möchte!
(aber nicht weiter sagen …)

Samstag, 8. September 2012

Ein kleiner Vorgeschmack auf meine Lesung am 28.9. in Lindenberg

Hallo ihr Lieben,

auf Youtube könnt ihr einen Ausschnitt meiner Lesung aus Ghost Lover ansehen:

Ivy Paul liest auf "Ghost Lover"

Liebe Grüße, Ivy

Freitag, 7. September 2012

Bericht zur BLC Oppenheim 2012

Hallo meine Lieben,

wie ich bereits erwähnte, besuchte ich auch dieses Jahr die Booklover Conference in Oppenheim. (Oder sollte ich schreiben: Ich suchte die BLC heim?)

Bevor ich aufbrechen konnte, wollte Musik für unterwegs vorbereitet werden. Wie so viele Autos läuft auch meines ganz gerne mit Schallantrieb (je lauter die Musik, desto besser fährt es sich.) Allerdings - und in diesem Punkt läßt sich nicht mit mir streiten - höre ich im Gegensatz zu anderen Leuten GUTE Musik. ;-)
Vor der Mittagszeit holte ich Aveleen Avide (Aveleens Bericht zur BLC) vom Augsburger Hauptbahnhof ab. Schon der Weg dorthin ist nicht so einfach wie es scheint, denn in Augsburg wimmelt es von Baustellen und Umleitungen. Gerüchten zufolge ist Augsburg Deutschlands größte Baustelle. Könnte sein, daß es nicht nur ein Gerücht ist ....
Wie dem auch sei, nachdem ich Aveleen und ihren riesigen Koffer einsammelte - wobei mein eigener nicht viel kleiner war - ging es auf die Autobahn. Auch dort: Baustellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehr. Viel Verkehr - aber nicht von der guten Art. Bekanntermaßen gibt es Verkehr und Verkehr. ;-)
Obwohl sowohl Hermes als auch der Freitagsverkehr ihr möglichstes unternahmen, uns von der Ankunft abzuhalten, erreichten wir nach schlappen 6 Stunden unser Ziel.
Immerhin waren die Parkgötter auf meiner Seite und ich ergatterte einen traumhaften Parkplatz beim Gästehaus des Hotels Merian in Oppenheim. .....

Teil 2:

Ich wußte noch vom Vorjahr, wohin ich laufen mußte.
Vergessen hatte ich jedoch, WIE steil es in Oppenheim ist und wie anstrengend der Weg ins Merian Hotel. Vor allem wnn man mit einem riesigen rosa Koffer unterwegs ist, für den Cindy aus Marzahn gewiss bereit wäre, einen Mord zu begehen ....
Auf jeden Fall zog und zerrte ich ungefähr 20 kg in Form eines rollenden Ungetüms hinter mir her. Da ich alleine unterwegs war - zumeist - erlaubte und gönnte ich mir Gefühlsregungen in Form lautstarken Stöhnens und Ächzens. Da ich bekleidet in der Öffentlichkeit auftrat und überdies Erotik schreibe, hielt ich es durchaus für angemessen meinen Bemühungen Ton zu verleihen.
Tja, ich hatte zwei Drittel des Weges hinter mich gebracht, als eine ältere Person verschreckt aus dem Fenster starrte. Vermutlich dachte der Beobachter, daß bei Tageslicht zwei kopulierende Igel auf einem vorbeipolternden Einkaufswagen den Berg hinauf rollten.
Da ich nicht schuld sein wollte, daß meine mangelnde Kondition für Irritationen und Ruhestörung sorgten, riß ich mich nun zusammen.
Ich schaffte es gar, völlig unbemerkt an Jazz Winter heranzurollen, die vor dem Hotel auf einer Bank saß. (Daß sie Ohrhörer trug, verrate ich jetzt nicht.) Ich kann mich anschleichen wie eine Katze auf weichen Tatzen. Schön, falls es mit der Schreiberei nicht mehr klappen sollte, werde ich mich auf Agententätigkeiten einschießen...
Nach einer herzlichen Begrüßung gleich das erste Ärgernis oder die erste Enttäuschung: Kein rosa Outfit = kein Blinki-blinki-Diadem von Jazz für mich.
Auf meiner Einkaufsliste für die nächste BLC steht ganz oben ein komplett rosa Outfit! Ich will ein Blinki-Blinki-Diadem wie Cindy aus Marzahn!
An der Rezeption eilte mir dann auch der Concierge sofort zu HIlfe und trug mir den Pink-Koffer auf´s Zimmer. Auch er stellte fest, daß mein Gepäck verflucht schwer war - also bin ich nicht zu schwach - und fragte, was darin sei. Goldbarren hoffte er. Als ich ihm erklärte Seifen, wollte er mir nicht so recht glauben. Eine Frau spürt, ob Mann ihr glaubt oder nicht.
Tatsächlich war der Koffer am Sonntag aber um Zentner leichter *lach*


Montag, 3. September 2012

Frisch zurück von der BLC ....

Hallo meine Lieben,

nur ein kurzes Lebenszeichen von mir. Der Alltag entläßt mich nur kurz aus seinen Klauen.

Ich warte mit einer Sensation auf .... nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Knochen/Skelette nicht immer weiß .... sondern .... auch mal farbig:


Oppenheimer Beinhaus
Ist das nicht ein Knüller?

Liebe Grüße, Ivy

Dienstag, 28. August 2012

Ivy Pauls Fantasiewelten: Erotische Kurzgeschichte "Heiße Zugfahrt"

Ivy Pauls Fantasiewelten: Erotische Kurzgeschichte "Heiße Zugfahrt": Diese Story ist ein Versuch, einmal in der Ich-Perspektive zu schreiben. Und wie immer: auch diese Story ist reine, hundertprozentige Fanta...

... Haltet die nächsten Monate die Augen offen. Ich bleibe dran ;-)

Die erste Rezi zu meiner "Geisel des Chinesen" ist online!

Hallo ihr Lieben,

es gibt viele beglückende Momente im Leben einer Autorin.
Einer davon ist der, wenn die ersten Rezis eintrudeln. Kürzlich war es bei mir soweit:

Eine fünf-Sterne-Rezi!

Wie es mich freut, euren Geschmack zu treffen und euch in meine Fantasiewelten abtauchen zu lassen! :-)

Ich sage an dieser Stelle: DANKE!


Amazon-Rezi zu "Die Geisel des Chinesen"

Selbstverständlich sind auch noch meine anderen  Bücher "Ghost Lover" und "Tigerlilie" erhältlich und auch bei diesen freue ich mich über neue Rezis ;-)

Liebe Grüße, Ivy

Donnerstag, 16. August 2012

Erotische Lesung im Hotel Waldsee, Lindenberg i. Allgäu

Hallo meine Lieben,

lange Zeit war es ruhig hier ;-)

Das soll sich wieder ändern. Und damit ihr wißt, daß ich hinter dem Bildschirm nicht untätig war, gleich eine gute Nachricht für all jene unter euch, die im Allgäu beheimatet sind oder dort zur richtigen Zeit Urlaub machen:

Am 28. September lese ich im wunderschönen Ambiente des Hotels Waldsee
 eine meiner „erotischen Lesungen mit aphrodisischen Köstlichkeiten aus der dortigen Hotelküche“

Laßt euch entführen in die erotische Welt der "Geisel des Chinesen"
Wie immer dürft ihr eine gut gelaunte Ivy Paul mit charmanten Plaudereien und frivolen Informationen erwarten....
...
Ein Abend voller Sinnlichkeit und unerwarteter Höhepunkte!
 
Selbstverständlich habe ich einen Stapel meiner Romane "Die Geisel des Chinesen", "Tigerlilie" und "Ghost Lover" im Gepäck.

Ivy Paul, Buch und Handlung und das Hotel Waldsee, Lindenberg im Allgäu freuen sich über euer Erscheinen!
 
Liebe Grüße, Ivy

Dienstag, 7. August 2012

Zoe Beck - Frauen morden leise



Das Fenster zerbrach mit einem pervers anmutenden Klirren, die unzähligen Splitter ergossen sich rasselnd auf dem Marmorsims.
Ich hockte zitternd unter meinem Schreibtisch. Es dämmerte und in meiner Stadt gingen die Dämmerungs-Einbrecher um. Klarer Fall, ich war ihr nächstes Opfer.
"Warum ich? Warum ich?" jaulte ich im Geiste. "Ich bin doch noch so jung! Sie werden mich töten, nur so beseitigte man Zeugen wirkungsvoll." Ich kaute auf meiner Unterlippe herum. Ich war doch noch fast ein Kind. Gut, ein altes Kind, aber ein Kind an Jahren, wenn man eine Lebenserwartung von 120 voraussetzte!
Sollte mich tatsächlich der frühe Tod ereilen?
Ich griff vorsichtig nach meinem dolchähnlichen Brieföffner. Mein Leben verkaufte ich so teuer wie nur möglich! Sollte er nur kommen, der Schuft, der Mörder, der Einbrecher!
Ein neues Geräusch fesselte meine Aufmerksamkeit:
Es klang wie Meeresrauschen!
Dann ein männliches Seufzen. Mir war fast schwindlig vor Erleichterung.
Edvard! Mein tollpatschiger Gärtner mußte wohl wieder unabsichtlich randaliert haben.
Darauf einen Dujardin.
Den Gedanken, dass der Mörder immer der Gärtner ist, ließ ich nicht zu. Sorry, Reinhard Mey!
Viel lieber setzte ich mich, dermaßen inspiriert an den Computer und kontaktierte Zoe Beck für ein kleines Interview:

Interviewfragen:

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Zum Bücherschreiben? Mich hat eine Agentur gefragt. Aus irgendwelchen Gründen waren sie überzeugt davon, dass ich das könnte. Ich setzte mich hin, schrieb Exposé und Leseprobe, und kurz darauf hatte ich einen Buchvertrag. Damit hatte ich allerdings überhaupt nicht gerechnet … Und das ist nun schon acht Jahre und zwölf Bücher her.
Unter welchen Pseudonymen schreibst Du? Ist Zoe Beck ein Pseudonym?
Ja, Zoë Beck ist ein Pseudonym. Ich habe noch ein weiteres, das ist allerdings geschlossen, und tut mir leid, wenn ich es hier nicht verrate, aber – ich finde es sehr angenehm J Früher schrieb ich unter dem Namen Henrike Heiland, aber unter diesem Namen veröffentliche ich nur noch Artikel, nichts Fiktionales mehr.
Was wäre Dein Alternativ-Traumjob würdest Du nicht schreiben?
Ich hab so viele Dinge, für die ich mich interessiere, und alle haben sie etwas mit Geschichtenerzählen zu tun. Würde ich nicht schreiben, würde ich lesen. Oder mehr für Film und Fernsehen arbeiten, beispielsweise als Synchronredakteurin oder Lektorin oder Redakteurin ... Oder, wie früher, was am Theater machen. Oder mehr übersetzen. Ganz früher wollte ich unbedingt was mit Musik machen. Vielleicht wäre auch das eine Möglichkeit.
Wo schreibst Du? Was siehst Du, wenn Du aus dem Fenster blickst?
Ich schreibe normalerweise bei mir zu Hause. Manchmal miete ich mich auch irgendwo ein – beispielsweise in Schottland, um dort ein paar Wochen am Stück Zeit zum Schreiben zu haben. In Berlin habe ich eine sehr schöne Straße mit Kopfsteinpflaster, alten Laternen und Bäumen vorm Fenster. In Edinburgh sehe ich gegenüber ein Hotel, daneben ein Café, es ist also immer was los. In St. Andrews konnte ich aufs Meer sehen. Das hatte natürlich auch was. :)
Hast Du eine Schreibroutine?
Schön wär’s … Das einzige: Jeden Tag hinsetzen und machen. Hilft ja sonst nix.
Kannst Du vom Schreiben leben?
Ja.
Was macht für Dich einen richtig guten Krimi aus?
Dasselbe, was für mich ein richtig gutes Buch ausmacht: Die Grundlage ist, darüber muss man nicht diskutieren, gutes Handwerk in allen Bereichen. Wenn dann noch ein eigener, interessanter Stil hinzukommt und die Geschichte richtig gut erzählt ist, dann ist es ein gutes Buch.
Hast Du irgendwelche Hobbys, irgendwelche Vergnügungen, die Dich entspannen und Deine Inspiration anregen?
Klavier spielen. Filme schauen. Laufen gehen. Solche Sachen.
Wer ist/sind Deine Lieblingsautoren/innen?
Wen ich im Moment wahnsinnig gerne lese: Denise Mina, Ian Rankin, Don Winslow, Michael Robotham … Das sind so die Standards, aber es gibt noch so wahnsinnig viele gute Autoren.
Wie heißt Dein Lieblingsbuch?
„Herren der Zäune“ von Magnus Mills? Das mochte ich immer sehr gerne. Aber wenn ich jetzt zum Bücherschrank gehen würde, könnte ich fünfzig Stück rausziehen und über alle sagen, dass ich sie sehr prima finde.
Wie gehst Du vor, um Plot und Figuren zu entwickeln?
Erst die Hauptfiguren, dann der Plot. Ich muss erst wissen, wessen Geschichte ich erzähle. Dann entwickle ich den Storyverlauf.
Hörst Du Musik beim Schreiben?
Oft. Nicht jeden Tag, manchmal muss es still sein, aber meistens, doch.
Was sagt Dein Umfeld zu Deiner Autorentätigkeit?
Die Frage zielt vermutlich darauf ab, ob das jemand komisch findet? Nein, ich komme ja über den Weg Journalismus/Theater/Film, entsprechend setzt sich mein Freundeskreis zusammen, viele Künstler, viele Musiker außerdem. Mein Vater hatte wohl ein großes Problem damit, aber der wäre wohl nur zufrieden gewesen, wenn ich Medizin oder Jura studiert hätte. Der fand schon immer komisch, was ich machen wollte. Das fing an, als ich drei Jahre alt war.
Du bist immer wieder auf Lesereisen. Organisierst Du die selbst?
Die meisten Termine kommen über den Verlag und sind Anfragen von Buchhandlungen oder Veranstaltern.
Was macht Dir an der Autorentätigkeit am meisten Freude?
Wenn ich mitbekomme, dass Leute Freude an meinen Geschichten haben.
Was würdest Du zu jemandem sagen, um ihm den Autorenberuf AUSZUREDEN?
Es gibt viel zu viele da draußen, das sollte man sich gut überlegen. :)

Liebe Zoe, vielen lieben Dank für das schöne Interview!

Samstag, 28. Juli 2012

Kommende Lesungen ....

Und noch einmal: Hallo, meine Lieben!

Ab Herbst halte ich wieder Lesungen ab.

Voraussichtlich am 28.09.12 in Lindenberg (Allgäu)

und die nächste am 12.10.12 in Sinsheim.

Ich plane aus meiner "Geisel des Chinesen" zu lesen und würde mich freuen, den einen oder anderen von euch persönlich begrüßen zu dürfen!

Wie immer werde ich einige Taschenbuch-Exemplare im Gepäck haben - nicht nur "Die Geisel des Chinesen", sondern auch "Tigerlilie", "Ghost Lover" und wer weiß? .....

Liebe Grüße, Ivy

"Die Geisel des Chinesen" ist endlich erhältlich!

Hallo meine Lieben,

nachdem ich meinen Blog lange ruhen ließ, kann ich heute gleich eine Freudenbotschaft verkünden:

Mein neuester Erotikroman "Die Geisel des Chinesen" ist ab sofort als Ebook erhältlich!

Hier der direkte Link zu Plaisir d´ Amour

Demnächst könnt ihr den Roman auch als Taschenbuch ordern. Hier verlinke ich jetzt einfachheitshalber nur mal Amazon.
Selbstverständlich könnt ihr das Taschenbuch auch bei jedem anderen Online-Buchhändler erwerben.
Sogar odern im Buchladen eures Vertrauens sollte kein Problem darstellen. Meines Wissens gehört es zum guten Service eines Ladens um die Ecke, daß sie ihren Kunden solche Dinge auch mal bestellen. ;-) (Ist zumindest meine Erfahrung.)

Und damit ihr schon mal an Ort und Stelle einen Eindruck vom Cover erhaltet:


Ist es nicht der Hammer? Ich kann es kaum erwarten, das Buch in Händen zu halten!

Liebe Grüße, Ivy


Samstag, 7. Juli 2012

Ein Sommer-Gute-Laune-Gespräch bei Antenne Bayern mit mir

Hallo meine Lieben,

anfang der Woche hatte ich eine kleine Unterhaltung mit Paul Johannes Baumgartner von Antenne Bayern.
Hier ist der Mitschnitt, den ich mir von Nick Lisson erflirten konnte ;-) ....

Ivy Paul im Gespräch mit Paul Johannes Baumgartner

Viel Spaß!

Liebe Grüße, Ivy

Dienstag, 3. Juli 2012

Ivy Pauls Fantasiewelten: Erotische Kurzgeschichte "Heiße Zugfahrt"

Ivy Pauls Fantasiewelten: Erotische Kurzgeschichte "Heiße Zugfahrt": Diese Story ist ein Versuch, einmal in der Ich-Perspektive zu schreiben. Und wie immer: auch diese Story ist reine, hundertprozentige Fanta...

Ivy Pauls Fantasiewelten: Erotische Leseprobe aus Unveröffentlichtem ....

Ivy Pauls Fantasiewelten: Erotische Leseprobe aus Unveröffentlichtem ....: Hallo meine Lieben, heute mal etwas neues, nie dagewesenes :-) Auf Facebook poste ich immer wieder mal kleine Fragmente meiner Manuskrip...

Sonntag, 1. Juli 2012

Mit Emily Bold durch die sieben Weltmeere ...

Das Love Boat lief aus dem Hafen mit dem Ziel den Roten Korsar zu treffen und dem Fluch der Karibik zu entgehen, um dann auf die Piratenbraut zu stoßen um dann auf der Schatzinsel zu stranden.
Da lagen wir nun. Mit der Pest an Bord, kurz vor Madagaskar. Eine Schiffsladung weiblicher Passagiere, die Abenteuer und Romantik auf See gesucht hatten und nun auf ein karibisches Island starrten.
Einige von uns seufzten erleichtert, als schwarze Segel am Horizont auftauchten. Wer mochte uns ansteuern? Der fliegende Holländer? Captain Hook? Oder gar Jack Sparrow?
Nein, es war Captain Blacksoul und bei ihm: Emily Bold ....
BTW: Emily verlost zur Zeit einen Kindle Touch ... wer also sein Glück probieren möchte ....
Interview:
Bilder von Emily Bold




Du lebst (auch) in Bayern. Darf ich fragen wo?
Ich komme aus einem kleinen Ort in Mittelfranken. Mehr wird dazu aber nicht verraten ;)




Gibt es Deine Romane nur als Kindle-Edition?
Inzwischen gibt es meine Romane auch im Taschenbuchformat exclusiv bei Amazon. Die E-Books, diese sind aber auf nahezu allen Plattformen, also auch bei iTunes, Weltbild, Thalia, usw. erhältlich. Wer die Taschenbücher über meinen Blog bezieht, der bekommt auf Wunsch sogar eine persönliche Widmung von mir dazu.




Du bist verlags-frei. Wie kommt das?
Ich habe seit Jahren nicht mehr nach einem Verlag gesucht. Nur ganz am Anfang habe ich das Skript von Gefährliche Intrigen bei einigen Verlagen vorgestellt. Seit diesen Erlebnissen, hatte ich keine Lust mehr, einen Verlag anzuschreiben. Ich fühle mich ganz wohl, so wie es bisher läuft.




(Falls vorige Frage "Ja") Sind Verlage (bald) unnötig?
Das ist sicher Ansichtssache. Ich kenne einige Autoren, für die ein Verlagsvertrag das einzige Ziel ist. Aber bei der immer weiter voranschreitenden Entwicklung im Bereich von Print on Demand oder anderen Dienstleistungen, die eine Selbstverlegung möglich machen, ist es für viele vielleicht eine gute Alternative. Die Verlage müssen, denke ich , schon aufpassen, nicht den Trend der Zeit zu verpennen.




Blacksoul - In den Armen des PiratenWie fällt man unter den zahlreichen unterirdischen Machwerken selbstverlegender E-Book-Autoren auf? Bei Amazon wird man teilweise förmlich erschlagen von der Menge...
Keine Ahnung. Es gibt etliche Marketingstrategien, die Amazon bietet, wie z.B. KDP select, oder die Autorenseiten. Man muss nur das passende für sich und sein Buch finden, denke ich. Ein gutes Cover, ein ansprechender Klappentext usw. ist sicher hilfreich.




Wie und warum hast Du angefangen zu schreiben?
Ich wollte schon immer ein Buch schreiben. Und ich hatte mir dafür vorgenommen, dieses Ziel noch vor meinem 30. Geburtstag zu erreichen. Als ich dann in der Zeit nach der Geburt meiner ersten Tocher Zeit fand, habe ich mir diesen Traum endlich erfüllt und so ist "Gefährliche Intrigen" entstanden.




Wie kommst Du auf Deine Ideen?
Gefährliche Intrigen    Die sind einfach da. Ich inspiriere mich durch die Dinge des Alltags, meine Kinder, meine Freunde, Reisen, Musik...




Hast Du Testleser und Lektor?
Ja, natürlich. Das sollte man sich auch unbedingt gönnen, denn der Leser straft schlechte Qualität sehr schnell ab. Außerdem bin ich mit der deutschen Rechtschreibung verfeindet und brauche da dringend Hilfe ;)




Macho oder Softie? Welchen Typ Romanheld bevorzugst Du a) als Leserin b) als Autorin
Oje, was für eine Frage!! In beiden Fällen liebe ich Machos :) Ich bin ein Mädel, das absolut auf Bad Boys abfährt!




Wie sieht dein Schreibtisch/Arbeitsplatz aus?
Also mein eigentlich er Arbeitsplatz ist sehr ordentlich. ABER, ich "verschleppe" immer wieder meine halbe Büroeinrichtung an den Esszimmertisch, wenn ich den Eindruck habe, dort gerade produktiver sein zu können. Im Winter zum Beispiel sitze ich dann vor einem schönen knisternden Kaminfeuer und schon sprudelt es, wohingegen ich die Überarbeitungen oft im Büro mache, weil ich dort ungestört bin.




The Curse - Vanoras FluchWie viel Zeit investierst Du ins Schreiben? Hast Du einen festen Rhythmus?
Gerade kommt das Schreiben leider etwas zu kurz, weil ich viel gleichzeitig mache. Aber generell schreibe ich Abends und Nachts, weil dann Ruhe im Haus ist.




Würdest Du irgendwelche Dinge ausprobieren, um glaubwürdig darüber zu schreiben?
Was meinst du? Eine heiße Liebesnacht mit einem Piraten? Oder mit einem unsterblichen Schotten? Würde ich ausprobieren, aber ich bin verheiratet und neige dazu, meinem Mann treu zu sein ;)
Falls ich mal einen Krimi schreiben würde, würde ich allerdings darauf verzichten jemanden "zum Test" umzubringen.




Kannst Du vom Schreiben leben?
Sagen wir so, ich bin gespannt auf die Entwicklung, die in der nächsten Zeit im E-Book-Bereich kommen wird. Ich bin aber zufrieden.




Was war das lustigste, das Dir passierte?
Mitternachtsfalke - Auf den Schwingen der Liebe    Da gab es schon wirklich viele Dinge, aber eines ist echt witzig gewesen. Das war auf der FBM11, als ich gerade vor der Kamera für das RTL2 Interview stand und gefilmt wurde. Meine Freundin war dabei, stand am Rand und hat Fotos von diesem denkwürdigen Ereigniss gemacht, da kam ein Pärchen und stellt sich neben sie. Der Mann schaut ein bisschen, dann fragt er seine Frau: "Du, sag mal, kennst du die?" und deutet auf mich. Sie: "Nein, aber sie wird wohl berühmt sein!"
Darüber, dass ich berühmt sein muss, weil ich ja vor ner Fernsehkamera stand, haben wir tagelang gelacht. Inzwischen habe ich ein T-shirt mit der Aufschrift geschenktbekommen. Vorne: Kennst du die? - Hinten: Nein, aber sie wird wohl berühmt sein!
LOL




Hast Du ein Lieblingsreiseland? Was und wo verlebtest Du Deinen schönsten Urlaub?
Italien und Schottland. Mit den Kindern fahre ich unheimlich gerne in den sonnigen Süden, weil was gibt es schöneres, als Eis, Pizza, Strand und Meer? Schottland habe ich leider bisher nur einmal bereist, aber ich werde es so bald wie möglich wiederholen. Wir verbrachten dort unsere Flitterwochen. Einfach ein fantastisch schönes Land.




Wenn Du eine Romanfigur persönlich treffen könntest, wer wäre das?
Oje, schon wieder so eine Frage. Ich könnte dir jetzt eine Antwort geben, die mich schlau und gebildet wirken ließe ;) Aber wenn ich auf diese Frage ganz ehrlich antworten soll, dann: James Alexander Malcom McKenzie Fraser!!! Ich würde für diesen Schotten sofort (mein Ehemann weiß das) durch die Zeit reisen und mich in seine Arme werfen. Ich beneide Claire Randall auf jeder Seite von "Feuer und Stein" dafür, dass sie es ist, die Jamies Herz erobert - ich habe das Buch zum ersten Mal gelesen, als ich 17 war und seither immer, immer wieder.




Liebe Emily, vielen Dank, daß Du Dir die Zeit zum Beantworten meiner Fragen genommen hast!
Sehr gerne. Hat mir Spaß gemacht, deine Oje-Oje Fragen zu beantworten. Vielen Dank dafür
und liebe Grüße
Emily
Liebe Emily, ich bedanke mich ebenfalls. Und besonders herzlich dafür, daß Du mir noch nicht den Kopf abgerissen hast, dafür, daß ich mir so lange Zeit ließ mit dem Hochladen!