aktuell:

aktuell:

Mittwoch, 24. August 2011

Ivy im Glück

Hallo ihr Lieben,

ich schwimme auf einer Welle des Glücks :-)
Ich bin geradezu sprachlos, welch eine Erleichterung, daß ich dennoch Sätze formulieren kann.
Es gibt eine neue Rezi zu meinem Ghost Lover :

Marina von Marinas Bücherwelt hat meinen Roman gelesen und für gut befunden!

Dankedankedanke! :-)

Das wird gefeiert!

*konfetti-werf* Espresso für alle!

:-)

Liebe Grüße, Ivy

Sandra Henke - Mit der Göttin der Alphawelt auf Wanderung

Bilder von Sandra HenkeMeine Lieben,

ich hoffe, ihr wißt zu würdigen, was ich alles auf mich nehme.
Und das nur, um euch mit interessanten, tiefgründigen, charmanten, humorvollen Autorinnen bekannt zu  machen!

Meine neueste Interviewpartnerin ist Sandra Henke, die Autorin so beliebter Romane wie:

Alphawolf: RomanJenseits aller Tabus
      

Die begeisterte Wanderin zwang mich zu einem grauenvollen Deal:
Ein Interview erhalte ich nur, wenn ich sie bei einer Wanderung begleite.
Rückblickend muß ich sagen: eine geradezu entsetzliche Idee!

Es begann völlig harmlos.
Die Luft war klar, die Vöglein zwitscherten, irgendwo tuckerte ein Traktor. Links von uns goldgelbe Weizenfelder, die im Winde wogten, rechts vom Weg eine Blumenwiese, deren grünes Gras von zarten Butterblumen, knallrotem Mohn und diesen lila Blumen, die überall wuchern, gefleckt war.
Meine Turnschuhe waren bequem, die Jeans passend bei den kühlen Morgentemperaturen.
Niemals wieder auf Mission, ohne gründliche Vorbereitung!
Gegen Mittag war die Hose zu warm, daß ich auch noch auf einem feuchten Baumstumpf Rast machte, erwies sich ebenfalls als unvorteilhaft. Die Turnschuhe waren der letzte Mist.
Am frühen Nachmittag hätte ich mich jedem Jäger freiwillig vor die Flinte geworfen, um meinem Elend ein Ende zu machen.
Aber mit der Entschlossenheit einer Kriegerin, dem Mut der Verzweiflung und der Aussicht auf Heiligsprechung hielt ich durch!

Und so kann ich euch meinen Lohn präsentieren:

Interview

Seit wann schreibst Du?

Wie so viele Autoren, habe ich eigentlich schon immer geschrieben, allerdings bin ich in das professionelle Schreiben Schritt für Schritt reingerutscht. Zuerst habe ich aus Spaß an der Freude geschrieben, dann floss immer mehr Herzblut und ich erkannte, dass im Schreiben meine Zukunft, meine Erfüllung und Bestimmung liegt. Ich fühle, dass ich angekommen bin - ich bin zuhause.



Hast Du viele Verlage angeschrieben, ehe Du veröffentlicht wurdest?

Dadurch, dass es bei mir Schritt für Schritt ging, trifft diese Frage nicht hundertprozentig auf mich zu. Früher habe ich ausschließlich in „phantastischen“ Kleinverlagen veröffentlicht, was erfreulich leicht ging und mich motivierte. Bis einige Großverlage meine Kinderbücher herausgaben, musste ich mich allerdings durchbeißen Ich engagierte mich in einer Kinderbuchautorenvereinigung und versuchte meine Chancen zu nutzen, wobei so mancher Schuss natürlich auch ins Leere ging. Dann bekam ich meinen ersten Vertrag vom Plaisir d’Amour Verlag für einen Erotikroman. Die Leser mochten meine erotischen Liebes- und Spannungsromane und glücklicherweise fügte sich eins in andere. Der Mira Verlag wurde auf mich aufmerksam, und ich fand eher zufällig einen Agenten, der mich an den Heyne Verlag vermittelte.



Wie und wann recherchierst Du?

Grob gesagt sind es zwei Phasen. Ich recherchiere, wenn ich das Exposé schreibe und parallel zum Schreiben. Im Hintergrund ist ständig mein Browser geöffnet, um spontan etwas nachzuschauen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, aber es muss schließlich alles stimmen und soll authentisch klingen.



Wie gehst Du vor? Planst Du Deinen Plot/Story/Szenen und Charaktere vorher?

Ich entwerfe ein Kurz-Exposé für den Verlag und ein Lang-Exposé für mich, in dem ich zusätzliche Ideen notiere. Aus der langen Version erstelle ich dann den Szenen-Aufbau. Die Charaktere skizziere ich nur kurz, denn ich lerne sie während des Schreibens erst noch genau kennen. Selbstverständlich habe ich schon am Anfang ein Bild von ihnen im Kopf, aber es konkretisiert sich noch – das ist ein Wechselspiel zwischen Figuren und Handlung, das eine beeinflusst das andere. Ich habe versucht, sie noch vor dem Schreiben auf dem Reißbrett en detail zu entwickeln und gemerkt, dass dieses Korsett mich zu stark einengt.



Wie hast Du das Schreiben gelernt?

Learning by doing und Schreibratgeber. Einmal besuchte ich einen VHS-Kurs. Der war so schlecht aufgebaut und geführt, dass ich später nicht mehr hinging. Das hat mich abgeschreckt, obwohl es sicherlich sehr gute Schreibseminare gibt. Mein Weg ist es nicht. Ich lese sehr viel und analysiere die Romane in einem. Außerdem tausche ich mich sehr oft mit Autorenfreunden aus, wir schauen auch gegenseitig über unsere Texte. Und last but not least bringen mir die Verlagslektorate sehr viel! Sie tun manchmal weh, aber durch sie habe ich die Möglichkeit, mich mit professioneller Hilfe weiterzuentwickeln.



Wo und wie findest Du Deine Ideen?

Ein Autor findet Inspiration in allem, was er hört und sieht, das Unterbewusstsein arbeitet ständig... und irgendwann formt sich ein Gedanke und man kann nicht genau sagen, woher die Idee kommt. Kreativität ist etwas Faszinierendes!



Welches Genre fällt Dir am Leichtesten zu schreiben? Welches macht Dir am meisten Spaß?

Spannungsromane allgemein. Ich lese liebendgerne spannende Bücher und schreibe deshalb auch selbst welche, egal ob das nun erotische Krimis oder paranormale Liebesgeschichten sind.  



Hängt Dein Herz an einem Deiner eigenen Romane? Warum?

Alphawolf“ war mir ein tiefes Bedürfnis zu schreiben. Ich hatte nicht wirklich den Held oder die Handlung im Kopf, sondern vielmehr ein bestimmtes Gefühl, das stark herausdrängte. Inzwischen ist „Alphavampir“ erschienen und der dritte Teil der Alpha-Reihe fertig, er wird im März 2011 im Ubooks Verlag herauskommen. Ich liebe die Alpha-Welt!

Aber auch meine erotischen Krimis, ob sie nun im Mira oder im Heyne Verlag veröffentlicht wurden, liegen mir am Herzen, denn ich mag geheimnisvolle Helden, starke Frauen, die dennoch hingebungsvoll sind, und Geschichten, bei denen man miträtseln und mitfiebern kann.



Hast Du Zeit für Hobbys?

Das Schreiben ist mein Hobby. ;) Na ja, eigentlich war es das einmal, um genau zu sein, aber es nimmt viel Raum und Zeit ein, deshalb bleibt nicht für andere Dinge. Es ist meine Leidenschaft und aktuelle Projekte beschäftigten mich oft den ganzen Tag lang, selbst wenn ich nicht mehr am Schreibtisch sitze. Ich lese gerne, das ist Teil meines Jobs, aber noch viel mehr Freizeitbeschäftigung, ich schnorchele, leider nur im Urlaub, gehe Wandern, denn draußen zu sein reißt mich aus dem Alltagstrott heraus. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht.



Was tust Du, um den Kopf freizubekommen?

Ich gehe raus in die Natur, entweder um Spazieren oder Wandern zu gehen oder um Speedminton unter freiem Himmel zu spielen. Kurze Pausen nutze ich im Garten. Um Stress abzubauen, tut es gut, mich auf dem Crosstrainer auszupowern. Ich probiere auch gerne neue Rezepte aus, ob nun Gerichte, Brot oder Süßspeisen.



Wie sieht ein typischer Arbeitstag im Leben von Sandra Henke aus?

Morgens lese ich erst einmal in Ruhe bei einer Tasse Kaffee, was es Neues im Internet gibt, beantworte E-Mails, schaue in mein Facebook-Profil, update meine Autorenhomepage www.SandraHenke.de und frühstücke. Da ich zusammen mit meiner Mutter meinen 98jährigen Großvater pflege, muss ich meinen Tagesplan danach richten. Zwischen der Pflege schreibe ich und erledige alles andere, was zum Job dazu gehört. Abends gegen 18 Uhr ist meistens Feierabend, manchmal aber eben auch nicht.



Du bist sehr produktiv. Kannst Du vom Schreiben leben?

Seit zwei Jahren lebe ich meinen Traum. Manchmal denke ich, das ist zu schön, um wahr zu sein, aber es bedeutet auch viel Disziplin und Schreibtischarbeit!



Was würdest Du einer Jungautorin raten? (Schreiberisch und im Umgang mit Verlagen.)

Kritik, die aus einer verlässlichen Quelle kommt, ernst zu nehmen und niemals aufzuhören, an sich zu arbeiten. Mir sind über die Jahre viele Autoren begegnet, die sich fragen, weshalb sie von Verlagen abgelehnt und ihre Bücher nicht gekauft werden oder sie von Lesern schlechte Rezensionen bekommen. Sicherlich gehört auch eine Portion Glück zum Erfolg dazu, aber mir fällt oft auf, dass sich die wenigsten fragen, ob sie vielleicht noch nicht gut genug sind. Sie erkennen nicht, woran ihr Text krankt, oder überarbeiten ihn nicht oder nicht genug, nicht einmal wenn sie auf Verbesserungsmöglichkeiten hingewiesen werden. Kritik tut weh, aber sie sollte als Chance betrachtet werden.

Außerdem rate ich zu versuchen, eine Literarische Agentur von sich zu überzeugen. Heutzutage dringt man als Autor selten zu den Lektoraten durch. Diese schauen sich auch lieber durch Agenten vorgeprüfte Manuskripte an, weil sie chronisch überbelastet sind.



Du hast zwei Romane (Anm. "Begierde des Blutes" und "Zähmung des Blutes") zusammen mit Kerstin Dirks geschrieben.  Wie kam es dazu? Seid ihr befreundet?

Es handelt sich bei den Condannato-Vampir-Romanen um eine Trilogie. ;-) Der dritte Teil heißt „Rebellion des Blutes“ und selbstverständlich war auch da Kerstin Dirks wieder meine liebe Co-Autorin. Wir kannten uns schon länger, hatten schon einen Sammelband mit mehr oder minder erotischen Horrorgeschichten zusammen verfasst und veröffentlicht. Dass das Experiment, einen Roman gemeinsam zu schreiben, so gut funktionieren würde, hätte ich nicht gedacht. Es war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, Kerstin eine angenehme Co-Autorin, und unsere Zusammenarbeit sehr fruchtbar.



Sind Deine Protagonisten/Romanfiguren reine Erfindung?

Ja, das sind sie. Manchmal stelle ich mir heimlich jemanden vor, der real existiert, egal ob ich nun privat oder nur aus Filmen oder aus der Musikbranche kenne, weil es mir dann leichter fällt, ihn/sie zu beschreiben, aber das bezieht sich nur auf die Nebenfiguren, die Protagonisten habe ich ohnehin sofort im Kopf. Aber ich kopiere keine echten Personen in meine Bücher!


Liebe Sandra, vielen Dank für das Interview!

Montag, 22. August 2011

Ich wurde von "Cinema in my head" interviewt ....

Hallo meine Lieben,

ich hatte ja weiter unten schon mal den Blog von Nicole verlinkt.

Bekannterweise ist sie mein erster Fan und begeistert von meinem "Ghost Lover" UND sie ist auch David Garrett - Fan.
Kurz gesagt: Rundum eine Frau nach meinem Geschmack! :-)

Nun hat sie mich vor ein paar Tagen ganz charmant und freundlich um ein Interview gebeten, so daß ich einfach nicht "Nein" sagen konnte ;-)
Hier:  Cinema in my head könnt ihr das Interview nachlesen.

Ich finde das Seitendesign ausgesprochen geschmackvoll und ansprechend! Nicoles Blog ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

LG, Ivy

Sonntag, 21. August 2011

Mit Isa Theobald und dem Chaos auf Du und Du .....

Eine fiese Schreibblockade blockierte meine Blog-Einträge.
Wie immer wenn mich psychisches Unbill heimsucht, unternahm ich einen kleinen Spaziergang. Quer durch die Galaxie, vorbei am Restaurant am Ende der selbigen, über die Milchstraße geschliddert, fieserweise mitten im Krieg der Sterne gelandet, gerade noch rechtzeitig vom Traumschiff Surprise gerettet, rüber aud die Enterprise D gebeamt und eine kleinen Plausch mit Data gehalten. Nach einem kleinen Tete a tete mit Doctor Who in seiner Tardis schlug das Imperium zurück und ich war gezwungen, die Rückkehr der Jedi-Ritter voranzutreiben.
Auf meiner Flucht zurück über die Milchstraße verschätzte ich mich und verpaßte den richtigen Ausgang im Wurmloch.
Ich landete mitten im Chaos und traf ... Isa Theobald, Mitautorin und Model aus dem Fantasy-Bildband "Obsolute Angels"

280043_249847468366357_100000233170442_949845_7388338_o  Zeitlose Engel: Obsolete Angels 



> Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
.... und aus dem Chaos sprach Isas Stimme zu mir:
Ich habe schon als kleiner Stöpsel jedem, der zuhören wollte, Geschichten erzählt. Meine Mum behauptet, mit ca. vier Jahren hätte ich auf die Frage nach dem späteren Berufswunsch mit "Schreibstellerin" geantwortet :-). Später kam dann noch das Hobby Rollenspiel dazu - und vom RPG zum schreiben ist es wirklich nicht mehr weit.


> Welches Genre bevorzugst Du?
Wenn man mich von der Leine lässt, kommt meistens sogenannte "Dark Fantasy" dabei raus. Wobei sich meine bisherigen Arbeiten nicht auf ein Genre begrenzen lassen - ich bin zu sperrig für Schubladen ^^


> Was wurde bisher von Dir veröffentlicht? Ist Deine Geschichte in
> "Zeitlose Engel" Deine erste Veröffentlichung?

Nein, aber vermutlich die spektakulärste ;-). Gedichte und Geschichten von mir finden sich auch in den Anthologien "Spruchreif", "Für Dich" und "KINDER". Daneben habe ich auch einige Texte in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht.



> Wie ist es dazugekommen, daß Deine Geschichte veröffentlicht wurde? Gab
> es einen Wettbewerb?

Nein, kein Wettbewerb. Zu "obsolete Angels" kam ich über Christian von Aster (www.vonaster.de), mit dem ich schon seit einigen Jahren befreundet bin. Christian ist in der schwarzen Szene quasi Kult und ich bin ihm wahnsinnig dankbar für seinen kurzen Anruf damals - daraus haben sich neben den irre spannenden Projekten mittlerweile auch mehrere Freundschaften zu anderen Teilnehmern des "Obsolete Angels" Projekt entwickelt.


> Wie kam es, daß Annie Bertram (www.anniebertram.com) Dich fotografierte?
Annie schrieb mich Anfang diesen Jahres an wegen der Autorenvita für "Obsolete Angels". Ich lieferte und fragte sie in der gleichen Mail, ob sie vielleicht einen Fotografen hier aus der Ecke kennt, der Bock auf eine Fotostrecke während meiner Chemo hätte - ich hätte mich NIE getraut, einfach sie zu fragen :-D. Aber Annie war direkt begeistert von der Idee und wollte das selbst machen - also haben wir uns verabredet und sie kam aus der Schweiz zu mir gefahren. Vorher haben wir natürlich viel gemailt und auch telefoniert, um zu sehen, ob die Chemie stimmt - das war ja schon ein sehr persönliches Projekt.


> Fotografierst Du selber?

Ja, aber natürlich nicht auf diesem Niveau. Mehr so als Hobby-Knipser ^^


> Welche Autoren liest Du am Liebsten?
Oh, Entscheidungsfragen. Schwierig ;-). Ein kleiner Auszug: Terry Pratchett, Douglas Adams, Neil Gaiman, Michael Moorcock, Clive Barker, Bertholt Brecht, Herrmann Hesse, Christian von Aster, Markus Heitz, Christoph Marzi - ich könnte das noch eine Weile weiterführen. Wobei mir gerade beim aufzählen aufgefallen ist, dass ein Großteil meiner Lieblingsautoren Männer sind ... hmm, ich brauche eine Alibi-Autorin ;-) - Miss Rowling, z.B. Ich liebe die Harry Potter Bücher!
Oh, im Bereich Lyrik mag ich am liebsten Else Lasker-Schüler, Rilke und Hesse. Der Vollständigkeit halber ^^


> Was fesselt Dich in Geschichten/Büchern?

Ein guter Plot, vernüftige Charakterentwicklung und ein ansprechender Schreibstil. Ein Buch muss mich fesseln, sonst landet es in der Ecke.


> Hast Du ein Lieblingsbuch?
Ungefähr hundert. Nein, im Ernst: ein einziges nicht. Aber so eine Handvoll, die ich ca. einmal im Jahr lesen muss, weil sie wie alte Freunde sind, die ich sonst vermisse: Der Herr der Ringe, Clive Barkers Imagica, Pratchetts "Die Nachtwache", Adams "Die letzten ihrer Art" und Gaimans "Die Messerkönigin"

> Du bist Selbstrührerin. Was rührst Du am Liebsten?
Ich halte es mit Tyler Durdon, ich siede am liebsten ;-). Beim rühren bevorzuge ich schlichte Rezepturen - Shea-Sahne find ich klasse.

> Was fasziniert dich am Selberrühren?
Ich hatte eigentlich von Geburt an Schwierigkeiten mit meiner Haut - trocken, schuppig, entzündet, juckend. Irgendwann riet mir eine Bekannte zu handgerührter Naturseife, die ich mir dann auch gleich online bestellte - und ich konnte meiner Haut beim heilen zusehen. Ebenso wie meine Jungs auch reagiere ich auf das nahezu überall verwendete Sodium Laureth Sulfate - und Parabene vertrage ich wohl auch nicht. Kaufbare Naturkosmetik enthält oft ätherische Öle, die ich nicht mag oder nicht vertrage, das war auch nicht der Weisheit letzter Schluß, von daher blieb mir eigentlich nur das selber rühren. Und es macht ja auch Spaß, nicht wahr?


> Meine Spione sitzen überall Du schriebst einmal, Du seist chaotisch bis
> an die Schmerzgrenze. Wirklich?

Oh ja. Ordnung halten fällt mir unheimlich schwer - wenn ich einen Kuchen backe (was ich gerne und gut tue ^^), sieht die Küche nachher aus, als wäre dort eine Bäckerei explodiert. Das macht aber nichts, ich passe mich dem Universum an: alles strebt zum Chaos :-)
Ich bedankte mich bei Isa und sprang in die vorbeitaumelnde Tardis, um zusammen mit Doctor Who und Captain Jack Harkness aufregende Abenteuer im viktorianischen England zu erleben ...
doch das ist eine andere Geschichte ...

Samstag, 20. August 2011

Lob ist doch was tolles!

Servus,

ich habe mich den ganzen, herrlichen Tag lang von der Sonne grillen lassen.
Gar gekocht habe ich mich dann ins Kühle begeben und mein Handy gecheckt (ja, ich besitze so ein Teil! Ich beherrsche sogar das Smsen - wenn auch erst seit einem Jahr ;-) ).
Eine begeistert SMS blinkte mich an, die liebe Urheberin ist mir hoffentlich nicht böse, wenn ich den Inhalt hier wiedergebe - ich freue mich einfach so dolle!

"... ich habe mich amüsiert, geschmunzelt, lauthals gelacht und auch ein paar Tränen vergossen! Dein Buch ist richtig supergut! ..."

Was will frau mehr?

Mein Leben könnte nur noch davon getoppt werden, daß David Garrett (oder wahlweise Adrian Paul, Alex O´Louglin oder Marc Dacascos) vor meiner Tür ständen und mich um meine Hand bäten *lach*

Liebe Grüße, Eure Ivy

Freitag, 19. August 2011

Diesmal wurde ich interviewt! :-)

Hallo meine Lieben,

kürzlich, als ich mich so in den Weiten des Internets herumdrückte und geschäftig tat, um der Hausarbeit zu entgehen, wurde ich auf sehr charmante Art und Weise um eine Interview gebeten.

*g* Nun, eigentlich war es ein kleines Duell, Aveleen Avide interviewte mich und im Gegenzug beantwortete sei meine Fragen (aber vielleicht war es auch umgekehrt ;-) )

Aveleens Interview mit mir könnt ihr auf Aveleen Avides Blog nachlesen.

Das Interview, das ich mit ihr führte, weiter unten.

BTW: Wir sind im Partnerlook! Wie es sich gehört für anständige, bayrische Madl: im Dirndl! :-)

Au revoir!

Eure Ivy

Mittwoch, 17. August 2011

Zwischen Skorpionen und anderem Ungetier: Stephanie Madea "Night Sky 01 - Sklave des Blutes"





Meinen Informationen zufolge sollte ich die flüchtige Stephanie Madea, auch bekannt als Stephanie Bösel auf Zypern dingfest machen können.
Es war nicht einfach ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen, doch letztendlich stellte ich sie auf 500 m Höhe.
Ein heißer Wind wehte mir ins Gesicht, trug den Duft von wildem Honig, Meer und Pinien heran. Beinahe bedauerte ich, beruflich hier zu sein. Mir stand der Sinn nach einer Pina Colada am Hotelpool, aber nicht, hier in der Botanik eine entflohene Autorin zu jagen. Mit nichts bewaffnet als einem Diktiergerät und anderem Krimskrams - eine Kontrolle meiner Handtasche beförderte Moskitospray, Sonnencreme und Kaugummi hervor. 
Mit einer großzügigen Ladung Spray eingenebelt, fand ich schließlich Stephanie Madeas Versteck:
Umgeben von Schlangen, Skorpionen und Zikaden versuchte sie, mir zu entkommen.
Vergebens ...
Auch sie - wie all die anderen vor ihr -  mußte mir Rede und Antwort stehen:


Interview

Du lebst auf Zypern. Was hat Dich und Deinen Mann dazu bewogen auszuwandern?

Die Auswanderung war ein lang gehegter und gepflegter Traum, den wir verwirklichen wollten, bevor uns „irgendetwas“ daran hindern konnte. Viele, mit denen wir uns vor und nach diesem Unterfangen unterhielten, erzählten, dass sie auch gern auswandern würden, aber dies und das, Wichtiges und Unwichtiges sie davon abgehalten hätte – und jetzt wäre es zu spät. Da ich das Glück habe, einen zuverlässigen und lieben Mann an meiner Seite zu wissen, hatte ich nie Bedenken diesen Schritt zu wagen. Wir planten und sparten mehr als drei Jahre lang, eigneten uns so viel Wissen über Zypern an wie möglich, stopften alles in einen 20’Container und wanderten im Mai 2007 aus.

Wir lieben die Sonne und die Wärme (ich bin eine waschechte, norddeutsche Frostbeule, die weder mit kalten Füßen schlafen noch mit eisigen Fingern schreiben kann ). Wir sind beide selbstständig, benötigen zum Arbeiten „nur“ jeder ein Büro, Computer, Internet und Ruhe. Wir genießen jede freie Minute in der Natur, die uns hier vollumfänglich umgibt. Zudem erweitert ein andersartiges Leben den Horizont und das Schöne am Schreiben wie am Leben ist doch, dass man niemals ausgelernt hat. All dies und sicherlich noch vieles mehr hat uns bewogen, auf die Sonneninsel auszuwandern.





Was ist am Leben auf Zypern anders als in Deutschland?

Obwohl die Arbeit im Büro dieselbe geblieben ist, ist der Alltag ein anderer. Es beginnt damit, dass man aus dem Bett steigt und vergessen könnte, sich anzuziehen, weil es einfach so wunderbar warm ist. ;) Und endet mit der Sonne, die im Sommer spätestens um 20 Uhr und im Winter um 16:30 Uhr untergeht, sodass man am späten Nachmittag denkt, es wäre bereits mitten in der Nacht und Zeit zum Schlafen.

Ich lebe auf einem Berg in ungefähr 500 Metern Höhe, umgeben von nur ein paar Häusern, aber hauptsächlich von Natur. In dieser Stille ist u. a. „Sklave des Blutes“ entstanden und werden auch noch viele weitere Bücher entstehen.

Im Sommer sind die Zikaden so laut, dass meine Eltern sie durchs Telefon hören, obwohl ich im ersten Stock im Büro sitze. Ja, die Tierwelt … aufregend, gefährlich, vollkommen anders als in Deutschland. Schlangen, von harmlos bis tödlich, paaren sich im eigenen Garten, Skorpione, Vogelspinnen und Hundertfüßer streben gen Abend in die Häuser (die nicht dem deutschen Standard entsprechen ;)) Füchse, Prozessionsraupen, Hornissen, Gottesanbeterinnen, riesige Wanderheuschrecken leben mit dem Menschen Tür an Bau. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich über die Jahre an all das (fast) gewöhnt.

Die Zyprer sind ein sehr angenehmes Völkchen. Ich sage immer, eine Mischung aus Engländern und Griechen, ein Mix aus vornehmer Pünktlichkeit und Haare raufender Gelassenheit … man weiß nur nie, wer die Oberhand hat. ;) Auf jeden Fall lächeln die Zyprer, wenn man ihnen auf der Straße begegnet.

Einige Dinge sind sehr viel teurer als in Deutschland, andere sehr günstig. Auf jeden Fall ist das Leben hier lebenswert und ich möchte es nicht mehr missen.





Gibt es etwas, das Du an Deutschland vermißt?

Oh ja! Meine Familie! Meine Freunde! Den Stracciatella-Joghurt von Lidl . Aber zum Glück hat ja nun endlich ein Lidl „nur“ 40 km entfernt eröffnet. Aber ansonsten bin ich ein genügsamer Mensch, der sich gern Neuem zuwendet und sich mit Gegebenheiten arrangiert.



Du schreibst gerne über Vampire.  Worin liegt die Faszination für die Blutsauger - für Dich und Deiner Meinung nach für die Leser?

Ich finde es witzig, dass ich das immer wieder gefragt werde. Gegenfrage: Wie kann man diese unnachahmliche Mischung aus Gefahr und Sex-Appeal, Kraft und Zurückhaltung nicht faszinierend finden? ;) In der Night Sky Trilogie habe ich mich bewusst für Vampire entschieden, weil sie mir am geeignetsten für die gefühlvollen Liebesgeschichten und die herzergreifende Hintergrundgeschichte erschienen. Meine Vampire gehen mir unter die Haut. Sie leben leidenschaftlich oder gar nicht. Ihre Gefühle sind tief greifend, animalisch, ursprünglich. Sie brodeln wie Lava in einem verschlossenen Vulkan und ich darf am Drücker sitzen und die Hitze der Lust zum Überquellen bringen. Vampire besitzen von Natur aus eine mystische Anziehungskraft. Das gepaart mit dem Risiko, das von ihrem Wesen ausgeht und mit dem attraktiven und weltgewandten Mann, der einen in erotische Sphären schickt, ist beinahe unschlagbar. Ich habe mich auf Vampire eingelassen, weil sie mich betören, doch weiß ich genau, dass ich diese Begeisterung ebenso einem Engel, einem Zwerg oder einem Menschen schenken kann.





Du hast zusammen mit Susanne Strecker die "Schreibstilratgeber" vom Sieben Verlag geschrieben. Lektorierst Du auch?

Ja, korrekt, den 2. und 3. Band der Schreibstilratgeber-Serie haben wir zusammen geschrieben. Auf der zur Serie gehörenden Website http://www.schreibstilratgeber.com/ bieten wir unter anderem Lektorate an und durften schon einigen Leuten behilflich sein. In der Autorenwerkstatt, dem Forum der www.schreiblabor.com Seite, lektoriere ich ebenfalls. Ansonsten lese ich privat die Romane meiner Freunde und helfe ihnen sowie sie mir.





Da Du diese Ratgeber mit verfaßt hast: Fällt es Dir leicht deine eigenen Texte zu überarbeiten?

Hm … Durch die Arbeit an den Schreibstilratgebern konnte ich mir sehr viel zusätzliches Wissen aneignen, das ich größtenteils anwenden kann oder jedenfalls weiß, wo die Lösung steht. Dennoch bin ich ebenso betriebsblind, was meine eigenen Texte betrifft wie viele andere Autoren. Ich überlese immer und immer wieder denselben Fehler und wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, kann ich darüber nur den Kopf schütteln. Ich lese einfach das, was ich denke, das dort stehen müsste.

Es hilft, den Text lange (meiner Erfahrung nach länger als ein halbes Jahr) liegen zu lassen oder ihn rückwärts zu lesen. Für beides ist oft leider nicht genügend Zeit. Doch insgesamt wird man mit jedem geschriebenen und/oder korrigierten Buch ein winziges Stückchen besser und man weiß irgendwann, worauf man zu achten hat.





Liest Du Bücher mit den Augen der "Schreibstilratgeber"-Autorin oder als "normale" Leserin?

Beides. Lese ich einen Text mit dem Hintergrund, etwas zu lernen oder zu erfahren, bin ich aufmerksam und mir fallen Fehler auf. Begebe ich mich ins Bett, tauche in einer Geschichte ab, dann lasse ich den Inhalt auf mich wirken und ich überlese Fehler absichtlich oder sie fallen mir gar nicht auf.

Aber deine Frage hat mich schmunzeln lassen. Denn seitdem ich das Schreiben von Büchern als meinen Beruf betrachte, ist das „einfach so dahinlesen“ sehr rasch in den Hintergrund verdrängt worden. Szenen, Sätze, Worte werden analysiert und durchdacht. Auf irgendeiner Website eines Schriftstellers las ich, dass ein Autor 24 Stunden am Tag am Arbeiten ist, weil die Gedanken niemals stillstehen, alles aufgenommen und nach Brauchbarkeit gefiltert wird. Sogar im Traum. Ich stimme ihm zu.





Du schreibst in verschiedenen Genres. Welches bereitet Dir am meisten Schwierigkeiten?

Wenn ich nur schreibe „keines“, klingt das etwas seltsam, deshalb versuche ich, es zu erklären. Meine Geschichten bauen sich hauptsächlich auf den Charakteren auf. Ihre Vergangenheit, ihre Natur, ihre Erfahrungen, ihre Beziehungen, ihre Freuden und Leiden bestimmen, wo es in dem Roman langgeht. Ob es sich nun um ein Kind auf einer fantastischen Reise in eine fremde Welt handelt, einen Vampir, der eine Menschfrau liebt und ihr nicht zu nahe kommen darf, einen Großvater, der am Sterbebett seinem Enkel eine Zeitmaschine hinterlässt oder einen Profiler auf Verbrecherjagd … ich fühle mich in die Person ein, werde zu ihr und schreibe.

Die Recherche gestaltet sich gewiss unterschiedlich und doch ist für ein Fantasy-Epos ebenso viel vonnöten wie bei einem Psychothriller. Stoße ich auf Schwierigkeiten, bereitet es mir als sturem Stier Vergnügen, so lange daran zu arbeiten, bis das Problem geknackt ist.





Hast Du ein Patentrezept  gegen Schreibblockaden?

Für mich, ja. Pausieren und dann schreiben.

Oft sitzt man vor dem leeren Blatt und ebenso leer ist der Kopf. Die Szene will keine Gestalt annehmen, der Protagonist hat nichts zu sagen …

Ich gehe in solchen Momenten spazieren, duschen, im Garten werken oder schwimmen, schalte ab und denke erst einmal an gar nichts. Dann versuche ich, meine Gedanken auf die Szene zu lenken. Meist ist es, als träfe mein Gehirn nach dieser Pause ein Blitz, ein Funke springt über und meine Figur agiert und plappert drauf los.

Das sind die Augenblicke, in denen ich nach Stift und Papier rufe oder nass oder verschmutzt in mein Büro laufe und - schreibe.

Ich glaube, egal wie man es vorbereitet, das Wichtigste ist, einfach etwas niederzuschreiben. Man kann alles löschen, aber oft stößt ein Satz den nächsten an und am Ende bleiben hoffentlich ein paar Sätze übrig, die es wert sind, sie stehen zu lassen.





Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Ich stehe zwischen acht und zehn Uhr auf, setze mich mit meinem Kaffee an den Computer und beginne zu arbeiten. Wie der Tag sich gestaltet, hängt von den Umständen ab. Auf jeden Fall versuche ich, Wichtiges morgens zu erledigen und gönne mir erst meine Mittagspause, wenn ich es erledigt habe. Sozusagen den inneren, faulen Schweinehund austricksen. ;) Nach der Pause in der Küche, dem Garten oder etwas länger beim Einkaufen, gehe ich zurück in mein Büro und arbeite bis abends. Bis 22 Uhr, wenn es einen Filmabend gibt , ansonsten bis ungefähr 24 Uhr. Je nachdem wie tief ich im Bett in der Welt eines anderen Schriftstellers versinke, schlafe ich zwischen ein und drei Uhr ein.





Wie viele Stunden täglich schreibst Du?

Ich schreibe an sich fast die gesamte Zeit. Interviews ausfüllen ;), E-Mails, Nachrichten, Forumseinträge beantworten, Kommentare beim Lektorieren verfassen, Neuigkeiten auf Webseiten, bei Facebook etc. posten u. v. a. m. Aber bestimmt meinst du das Schreiben an dem aktuellen Roman. Das schwankt sehr stark zwischen zwei und fünf Stunden (ohne Korrigieren).



Gibt es etwas, für das Du alles stehen und liegen lassen würdest?

Spaßhaft geantwortet: Gummibärchen, Mamas Zucchinigemüse und Sonne. Ansonsten würde ich mein Leben, meinen Partner, meine Katzen niemals für irgendetwas eintauschen.

Dienstag, 16. August 2011

Das 1. Mal

Hallo ihr Lieben! :-)

Ich melde mich zurück aus meinem Kurztrip.
Es war faszinierend, anstrengend und in Teilen unvergeßlich...

Und wie das Leben so spielt, der berühmte Ketchup-Flasche gleich, der erst kein Tröpfchen zu entringen ist, dann aber mit einem Mal den halben Inhalt auf den Teller plumpsen läßt, wurde ich dieses Jahr nicht nur mit meinem langgehegten Wunsch - einer Veröffentlichung - belohnt, sondern auch mit einer ausnehmend guten Rezension zu meinem "Ghost Lover":

Cinema in my head

Das Erste Mal ist doch immer etwas besonderes :-)

Und in diesem Fall ... unvergeßlich ... :-)))

Ich hoffe, daß all meinen Leserinnen mein Roman ebenso gut gefällt und daß es mir mit meinem "Ghost Lover" gelingt, sie den Alltagstrott vergessen zu lassen und mit mir abzutauchen in das idyllische Rose Cottage. :-)))

Liebe Grüße, Ivy

Sonntag, 7. August 2011

Urlaubsabmeldung

Salut!

Ich geruhe euch mitzuteilen, daß ich mich vom Acker mache, die Beine in die Hand nehme, Fersengeld gebe, mich aus dem Staub mache und abhaue ....

1 herrliche Woche lang Schlösser-Sightseeing in le petit France.

Ich hoffe besseres Wetter zu haben als hier und vor allem erwarte ich viele neue Eindrücke :-)
Bestimmt wird das eine oder andere Foto seinen Weg auf meinen Blog finden ... und sei es nur als Beweis, daß ich tatsächlich dort war ;-)

Liebe Grüße, Ivy

Donnerstag, 4. August 2011

Astrid Martini - Monster, Katzen und andere Ungeheuer

Hallo ihr Lieben,

für meine treuen Leserinnen (und Leser? ;-) ) wage ich mich in Gebiete vor, die nie ein Mensch zuvor betreten hat.

Nie?

Doch, da gibt es eine verwegene Frau, mutig wie Crocodile Dundee und unerschrocken wie Shreks "Gestiefelter Kater", eine Frau, die jeder Gefahr trotzt und dem Übel der Welt ins Gesicht lacht.
Astrid Martini, Autorin von "Zuckermond", "Feuermohn", "Engel der Schatten", "Mondkuss" und "Schwanensee", sie ist eine der wenigen, die sich der gefährlichen, vom Aussterben bedrohten Gattung der Raubosaurier zu nähern wagt.
Und dabei benötigt sie weder Peitsche noch Paddel.
Wie sie es schafft, nicht nur Monster sondern auch Katzen zu bändigen, wie sie Alphamännchen nach ihrer Pfeife tanzen läßt und dabei weder Gefahr läuft grauhaarig noch glatzköpfig zu werden, hat sie mir im folgenden Interview verraten:



     



Interview:


Wie bist Du dazu gekommen, zu schreiben?

Ich habe mir schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht (s.u.)

Später, in meinem Beruf als Erzieherin, entwickelten sich aus Spaß an der Arbeit zahlreiche Geschichten, Gedichte und Lieder für Kinder. Es kam auch zu vereinzelten Veröffentlichungen in Fachzeitschriften.

Mein Traum jedoch war es, Spannungs-Romane für Kids ab 12 zu schreiben.

Jedoch biss man bei den Verlagen als No-Name auf Granit.

Und dann wurde ich Ende 2003 gefragt, ob ich bei der Entstehung eines erotischen Heftromans behilflich sein könnte. Meine spontane Reaktion: Für Erwachsene schreiben mag ich nicht. Doch der Gedanke ließ mich nicht los. Und ich erinnerte mich daran, wie sehr mich Mitte der 90er der Film "Bitter Moon" von Roman Polanski fasziniert hatte. Und so nahm alles seinen Lauf. Ich begann, mich in dieses Genre einzuarbeiten, startete mit erotischen Heftromanen, verliebte mich in die Website von Plaisir d’Amour, und hatte sofort das Glück, dort mit meiner Idee für „Zuckermond“ angenommen zu werden.



Du hast als Arbeitgeber Plaisir d´Amour auf Facebook angegeben. Schreibst Du ausschließlich für Plaisir d´Amour?

Ich liebe es, erotische Romane zu schreiben! Und was dieses Genre betrifft, fühle ich mich bei Plaisir d´Amour sehr wohl und gut aufgehoben. Also ein eindeutiges Ja!

Sollte ich meinem damaligen Traum (s.o.) doch noch einmal nachgehen wollen, wäre dies der einzige Grund, parallel für einen Verlag zu schreiben, der Kinder/Jugendliteratur veröffentlicht. Doch dies steht derzeit nicht an.



Was reizt dich daran über Dominanz und Unterwerfung zu schreiben?

Meine Faszination in Bezug auf den Film „Bitter Moon“ hat mich da sicher geprägt. Was ist zwischen Mann und Frau auf erotischer Ebene möglich, nachdem es auf irgendeine Weise gefunkt hat? Diese Vorstellung beinhaltet für mich schreibtechnisch einen viel größeren Reiz, wenn Dominanz und Unterwerfung ins Spiel kommen, denn das Spannungsfeld ist - aus meiner rein subjektiven Sicht - ein breiter angelegtes. Außerdem knistert es mehr :-)




Du hast als Erzieherin gearbeitet. Hattest Du da manchmal das Bedürfnis die Peitsche knallen zu lassen?

Wie gerne würde ich jetzt sagen können: Ooohm– ich ruhe stets in mir – nie ist mir der Kragen geplatzt.

Aber das stimmt nicht. Es gab sie, die Momente, wo klare Ansagen und energisches Auftreten nötig waren. Und es gab auch Tage, an denen mir alles zu viel war und ich am liebsten alles aus dem Fenster gepfeffert hätte, was mir gerade unter die Finger kam … oh ja … ich bin schließlich kein Engel ;-) Jedoch bin ich absolut gegen wilde Herumwüterei und gegen Machtmissbrauch in jeglicher Hinsicht. Und meistens gelang es mir, mit ruhiger Konsequenz zum pädagogischen Ziel zu gelangen. Und ich kann sehr konsequent sein!! Kinder brauchen Regeln, jedoch müssen sie verstehen wiesoweshalbwarum … Grob betrachtet bin ich allerdings eher als Kumpel aufgetreten, als als „Pädagoge“.




Hast Du lebende Vorlagen/Vorbilder für Deine Figuren?

Nein.



Welche Art Romanhelden/innen bevorzugst Du?

 Ich habe eine Vorliebe für den sogenannten männlichen Alphahelden, der für mich jedoch nicht zwingend notwendig ist, um einen Roman zu mögen.

Starke, wortgewandte Frauen mag ich ebenfalls sehr.

Kick-Ass Heldinnen hingegen liegen mir ebenso wenig, wie Männer, die sich unterwerfen.



Würdest Du im realen Leben den Romanhelden als Mann für´s Leben wollen?

Hm … schwer zu sagen. Ich weiß, dass man vernarrt sein kann, in einen bestimmten Romanhelden. Alles was darüber hinausgeht, hat jedoch so etwas wie der weit verbreitete Mädchentraum: „… und dann kommt mein holder Prinz auf seinem weißen Pferd und macht mich glücklich“. Da ich keine Prinzessin bin, würde auch kein Prinz zu mir passen. Der würde eher davon laufen, wenn er meine Macken kennen lernen würde ;-)




Welchen Plot bevorzugst Du in einem Erotikroman?

Hui … da kann ich mich gar nicht so festlegen. Ich mag es mystisch, historisch, zeitgenössisch, spannend, humorvoll …

Wenn mir der jeweilige Schreibstil zusagt, und dann auch noch originelle Dialoge hinzukommen, so befinde ich mich recht schnell im Spinnennetz der jeweiligen Autorin (ja, ich gestehe … ich mag Romane aus der Feder von Frauen lieber, als die, die von einem Mann geschrieben wurden. Woran ich das festmache, kann ich gar nicht definieren … es ist lediglich mein bisheriger Erfahrungswert/Geschmack. Und das betrifft nicht ausschließlich Erotikromane)




Hast Du bestimmte Rituale, ehe Du mit dem Schreiben beginnst?

Nö. Ich brauche Ruhe … das ist alles.



Bist Du eher eine Bauchschreiberin oder planst Du alles durch, ehe Du mit dem Schreiben beginnst?

Ich bin Bauchschreiberin durch und durch! Da ist die grobe Grundidee, der grobe Storyverlauf (den ich kurz skizziere) und dann schreibe ich einfach drauflos. Wichtig dabei: Der innere Kontakt zu den Romanfiguren. Werde ich durch irgendetwas gestört (oder bedrückt mich etwas) reißt dieser Kontakt leider ab und ich brauche meine Zeit, diesen wieder herzustellen.

Ich habe mal begonnen, mit Exposé zu arbeiten, jedoch kam am Ende doch wieder etwas anderes dabei raus und so habe ich es gelassen. Zumal es mich beim Schreiben beengt und der Kreativität die Luft abschnürt.



Was war der dümmste Kommentar, den Du Dir über deine Geschichten oder Deinen Beruf anhören musstest?

„Sind Sie sicher, dass man mit Ihnen auch über was anderes, als über Viagra reden kann?“



Was bringt Dich dazu, ein Buch zu zerreissen?

 Nie nie niemals würde ich ein Buch zerreißen! Und auch nicht wegwerfen. Allerhöchstens an jemanden verschenken, der es leiden mag. Ansonsten findet sich bei mir immer irgendwo ein Plätzchen.



Kannst Du Dich noch an die Story bzw. deren Handlung erinnern, die Du als erstes zu Papier gebracht hast?

Ja. ;-) Ich war so um die 9 oder 10. Ich habe Hanni und Nanni verschlungen und Pferdebücher (mein Lieblings-Pferdebuch war: „Jojo reitet Rosmarin“ von Nan Inger.

Ich wollte, dass sich die Figuren untereinander ‚kennen lernen‘ und gemeinsame Abenteuer erleben. Also habe ich meinen Malblock in gleich große Rechtecke geschnitten, diese dann gefaltet, mit Wollte zu einem Heft gebunden und begann zu schreiben. Zu einem Ende kam es nie, weil ich schon kurze Zeit später neue Lieblingshelden hatte, die vor meinem geistigen Auge in Abenteuer außerhalb der gelesenen Geschichte verstrickt waren … and so on …

Ach ja ... ein weiterer Mosaikstein, weshalb es nie zu einem Ende meiner angedachten Geschichten kam => Beim Schreiben war ich Feuer und Flamme. Las ich dann kurze Zeit später durch, was ich da so fabriziert hatte, war es vorbei mit meiner Begeisterung *g* … bis zum nächsten Mal …




Du bist eine Tierfreundin. Hast Du ein Lieblingstier?

Ja … Katzen!

Eigensinn und Unbeugsamkeit gepaart mit schmusiger Anhänglichkeit.

Geheimnisvolle Blicke, der Wechsel von Sanftheit und Wildheit - zwischen Schnurren und Fauchen … das alles fasziniert mich.

Es sind facettenreiche Persönlichkeiten, die viele Geheimnisse bergen, denn auch wenn man seine Haustiger gut kennt, bleibt immer ein Teil unbegreiflich, verborgen und ursprünglich.

Sie suchen unsere Nähe und lassen gleichzeitig spüren, dass sie auf Abstand Wert legen. Nähe und Distanz sind gleichermaßen vorhanden – Ich liebe es!

Fast wilde Verspieltheit geht einher mit einem Wesen, das gerne schläft.

Ein sanft blinzelnder, dankbarer und liebevoller Blick, der von jetzt auf gleich stur und bockig werden kann.

Hochintelligente und eigensinnige Tiere, die sich gerne mal Ihr Herrchen bzw Frauchen um den Finger wickeln und dabei auf raffinierte Weise erziehen ;-)



Was war Dein erstes Haustier?

Eine Katze (in meiner ersten eigenen Wohnung). Als Kind war da leider nie ein Haustier, es gab da aber einen Nachbarhund, den ich fast täglich besuchte und ausführte. Ein Rauhaardackel namens Bastian.



Wenn Du zu einem Moment in Deinem Leben zurückgehen könntest, würdest Du das tun? Würdest Du etwas ändern?

Spontan: Ich möchte nicht zurück in die Vergangenheit!

Ein paar Sekunden weiter darüber nachgedacht => es gäbe da einen Moment, zu dem ich gerne zurückkehren würde … der Tag, an dem meine Freundin den Freitod wählte. Wenn man jemanden, den man im Herzen trägt, durch Krankheit verliert, ist es schlimm … sehr schlimm, aber man ist machtlos.

Bei einem Suizid jedoch trägt man ewige Schuldgefühle mit sich herum, egal wie oft der Verstand signalisiert, dass man keine Schuld trägt.

Dienstag, 2. August 2011

Brigitte Bräutigam - Die Creme-Fee mit der Lizenz zum Creme rühren ...

Kein Tag vergeht, an dem ich nicht einer meiner Leidenschaften fröhne ... manchmal auch mehreren. Frauen können ja bisweilen unersättlich sein ...
So war es kein Wunder, daß ich in einem Etablissement besonderer Art auf Brigitte Bräutigam - auch bekannt als Gitta, ihres Zeichen Urgestein und hilfreicher Engel in Rührfragen im lila Kosmos - traf.
Wir stießen bei den Emulgatoren aufeinander und purzelten gemeinsam in einen Bottich Goldglitter. Zu meinem größten Bedauern ist das wahre Leben kein Liebesroman und weder Adrian Paul noch Marc Dacascos waren zur Stelle um uns aus dem Glitter-Faß zu helfen.
Dabei waren wir gewiss ein wundervoller Anblick! Über und über mit Gold bestäubt!
Nachdem uns die Windmaschine des Ladenbesitzers wieder saubergepustet hatte und man erkennen konnte, daß mein T-Shirt prinzessinenrosa war und die Aufschrift "Pornotante" trug, schlabberten Gitta und ich ein Gläschen Wein und unterhielten uns.




Die Fragen aller Fragen:


Im Folgenden ist immer wieder vom "Selberrühren" die Rede. Definiere den Begriff für den unkundigen Leser:

Selberrühren“ ist eine liebevolle Umschreibung für „Kosmetik selber machen“. Cremes und Salben wurden schon in Urzeiten „gerührt“. Erst in den 1990er Jahren wurde die „Schüttelmethode“ durch die Hobbythek publiziert. Heute jedoch weiß man, dass Cremes durch Rühren mit entsprechenden Hilfsmitteln, die jede/r im Haushalt hat, feiner und angenehmer beim Auftragen auf die Haut werden.


Wie bist Du zum Selberrühren gekommen?

Alles begann vor etwa 20 Jahren. Im TV lief eine Sendung der Hobbythek. Jean Pütz präsentierte seinen Parfümbaukasten und zeigte, wie man seine eigenen Parfüms herstellen kann. Mich faszinierte das so sehr, dass ich alles darüber wissen wollte. Der Weg vom Duft zur eigenen Creme war nicht mehr weit. Meine ersten Cremes rühre ich streng nach Hobbythekrezepten. Nach und nach wurde ich mutiger und begann, meine Rezepte selbst zu entwickeln. Dies war zur damaligen Zeit gar nicht so einfach. Es gab kein Internet, die Literatur beschränkte sich auf wenige Bücher. Einfach ausprobieren und alles peinlich genau aufschreiben, war zu dieser Zeit das Motto. Ich besitze heute noch alle Aufzeichnungen aus meiner Anfangszeit.


Wie hast Du Dir Deine Kenntnisse angeeignet?

Durch lesen, lesen und wieder lesen. Und natürlich durch ewig viele Rührversuche. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, als ich damals in der Küche stand und verzweifelt meine misslungene Creme betrachtete. Über meinem Kopf standen drei große Fragezeichen, weil ich mir diese „Suppe“ im Becherglas nicht erklären konnte. Ich musste unbedingt herausfinden, was ich falsch gemacht hatte. Ich suchte in den Buchhandlungen nach entsprechender Literatur und „verschlang“ alles, was ich zum Thema finden konnte. Und das ist heute noch so. Wenn ich einen interessanten Rohstoff entdecke, werfe ich erst mal die Suchmaschine an.


Was fasziniert Dich am Selberrühren?

Mich interessieren Hintergründe, ich bin neugierig und experimentiere gerne. Neue Rohstoffe testen, Rezepturen entwickeln, einfach mal was Neues ausprobieren und die Nähe zur Natur empfinde ich als intensive Bereicherung meines Alltags. Kosmetik selber rühren hat was Sinnliches, Beruhigendes und erweitert den Horizont. Es ist für mich ein faszinierendes Hobby, das ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.


Rührst Du noch selber, oder fehlt dir dafür inzwischen die Zeit?

Selbstverständlich rühre ich noch selbst! Wie könnte ich sonst Rezeptbücher schreiben. Ich möchte meinen Lesern nur erprobte Rezepte an die Hand geben. Aber unabhängig von den Büchern, möchte ich auf meine selbst gemachte Kosmetik nicht mehr verzichten. Ein kleines Beispiel: Im letzten Jahr, kurz vor meinem Urlaub stellte ich fest, dass der kleine Rest Handcreme nicht mehr reicht. Die Zeit, eine selber zu rühren war zu knapp. Ich musste eine Handcreme kaufen. Wenn ich Fertigkosmetik kaufe, dann ausschließlich Naturkosmetik. Obwohl es ein gutes, teures Produkt war, konnte ich mich nicht wirklich mit ihr anfreunden. Nach meiner Rückkehr freute ich mich riesig, meine eigene Handcreme rühren zu dürfen. Ich rühre tatsächlich auch nach 20 Jahren immer noch mit großer Leidenschaft und Freude.



Was mixt Du Dir am Liebsten zusammen bzw. was ist Deine Spezialität?

Bis auf Zahncreme und Haarspray mache ich alles selber. Also die gesamte Gesichtspflege – Reinigung, Tonic und Pflegecreme. Alles für die Körper- und Haarpflege – Duschgel, Bodylotion, Shampoo, Haarfestiger, Hand- und Fußcreme. Sehr gerne entwickle ich Rezepte für Badezusätze und Wellness. Ich bade leidenschaftlich gerne. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit oder ohne Schaum. Ein feines Milchbad liebe ich ebenso, wie ein üppiges Schaumbad. Entsprechend reichhaltig ist deshalb meine Rezeptpalette für Badeprodukte.


Welche Produkte benutzt Du im Moment?

Für die Gesichtspflege verwende ich eine milde Reinigungslotion, ein Mal pro Woche ein Seesandpeeling auf Tensidbasis und ein leichtes Cremegel. Zum Duschen verwende ich ein relativ einfaches Duschgel, das ich nach Lust und Laune mit ätherischen Ölen bedufte. Meine Bodylotion „Aprikosenmilch“ ist eine leichte Lotion mit 20 % Lipidanteil für den Sommer. Für die Wintervariante tausche ich das Aprikosenkernöl gegen Pflaumenkernöl und erhöhe den Fettgehalt auf 25 %. Alle ein bis zwei Wochen mache ich ein Körperpeeling auf Salz-Öl-Basis. Es ist eine Art wasserfreie Creme, in der die Salzkörnchen eingebettet sind. Ich hasse es, wenn das Peeling kleckert und durch die Finger rinnt, deshalb habe ich eine lang haltbare Peeling-Creme entwickelt. Auf meine Handcreme "Soft Touch" und auf meine Fußcreme „Silky Smooth“ bin ich besonders stolz. An diesen Rezepturen habe ich lange gefeilt. Ein Calendulashampoo, ein nach Zitrone duftender Haarfestiger, ein Deo-Roll-On und einige Badezusätze auf Fruchtpulverbasis stehen auch im Badezimmer. Zurzeit verwende ich abwechselnd ein Orange-Sanddorn-Badesalz und ein Joghurt-Ananas-Badesalz.



Wer nun neugierig geworden ist, findet einige der Rezepte auf meiner Website www.hobby-kosmetik.de. In meinem neuen Buch wird auch ein Teil der genannten Rezepte zu finden sein.



Was machst Du gar nicht (und hat es einen besonderen Grund)?

Künstlich riechende Kosmetik mag ich gar nicht. Mit „künstlich“ meine ich den Geruch synthetischer Parfümöle. Für meine selbst gesiedeten Naturseifen verwende ich hin und wieder diese Duftstoffe, weil länger in der Seife duften. Allerdings muss ich beim Hantieren mit den Duftstoffen einen Mundschutz tragen. Die Duftpartikel belegen sehr schnell die Nasenschleimhaut, so dass ich auch Stunden später den Geruch immer noch in der Nase habe.



Bist Du in der glücklichen Lage eine Hexenküche für Deine Rührereien zu haben?

Oh, ich wäre überglücklich, wenn ich eine Hexenküche mein eigen nennen dürfte. Leider habe ich aus Platzgründen keine eigene Küche zur Kosmetikherstellung. Das ist auch gar nicht nötig, schöne Cremes kann man auch in der normalen Küche zaubern. Nicht der Raum ist ausschlaggebend, sondern die Rezeptur.


Wie und wo bewahrst Du Deine Zutaten auf?

In meinem Esszimmer habe ich einen separaten Schrank für alle meine Rohstoffe, die bei Zimmertemperatur gelagert werden dürfen. Einige empfindliche Rohstoffe, wie z. B. Vitamine und Hyaluronsäure sind ein einer verschließbaren Kunststoffbox im Kühlschrank untergebracht. Für meine über 100 Fläschchen ätherischer Öle habe ich CD-Boxen gekauft. Damit die Flaschen sicher stehen, habe ich aus Holz kleine Trennwände eingeklebt. So sind die hochwertigen Duftstoffe gut vor Sonnenlicht geschützt und übersichtlich sortiert.



Hast Du jemanden der deine Manuskripte prüft (schreibtechnisch als auch fachlich)?

Meine Buchmanuskripte gebe ich in ein Lektorat zur Prüfung auf Rechtschreibung und Schreibstil. Mit den eigenen Texten ist das so eine Sache ... Man liest den Text viele Male durch und liest eigentlich nur das, was da stehen sollte und nicht, was tatsächlich da steht. Die Texte für meine Website lasse ich elektronisch korrigieren. Natürlich sollten hier auch keine Fehler stehen. Entdecke ich später mal einen Fehler, kann ich ihn auch schnell ausbessern. Eine fachliche Prüfung halte ich für meine Sachbücher / Ratgeber nicht für nötig. Ich schreibe keine Fachbücher, deren Aussagen mit Nachweisen belegt werden müssen. Dennoch achte ich natürlich darauf, dass alles, was ich schreibe meinen Unterlagen und Recherchen entsprechend richtig ist.


Wie bist Du dazu gekommen Bücher über das Selberrühren zu schreiben, wie hast Du einen Verlag gefunden und welche Bücher sind bereits erschienen bzw. werden in absehbarer Zukunft erscheinen (sofern bereits etwas geplant ist.)

Die Idee für ein umfassendes Kosmetikrührbuch hatte ich schon vor vielen Jahren. Ich wünschte mir ein Buch, in dem alles Wichtige drin steht. Es gibt mittlerweile so viele neue Rohstoffe und auch die Verarbeitungsweise hat sich sehr verändert. Vor etwa fünf oder sechs Jahren begann ich, Infos für „mein“ Buch zu sammeln und zu sortieren. Zunächst war es eigentlich nur für mich als Nachschlagewerk gedacht. Später dann wurden die Stimmen im Beautykosmos immer lauter: „Gitta soll ein Buch schreiben“. Ich fühlte mich zwar sehr geehrt, doch war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit.

Der Gedanke ließ mich aber nicht los. Als ich dann wieder mal mit der Aktualisierung meines privaten Rohstofflexikons beschäftigt war, schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf: „Mach ein Buch daraus und bring es an die Öffentlichkeit!“ Doch so einfach war das nicht. Ich las zunächst mal Bücher, wie man einen passenden Verlag findet. Das hätte ich lieber nicht getan, denn diese Bücher raubten mir alle Illusionen. Dann fand ich durch Zufall im Internet „Books on Demand“. Das ist ein Dienstleister, der Bücher auf Bestellung druckt. Man muss allerdings alles selber machen – vom Buchlayout über die Covergestaltung bis zum druckfertigen PDF. Das alles schreckte mich jedoch nicht ab.

Als mein „Lexikon der kosmetischen Rohstoffe“ (ISBN 978-3-8391-3136-7) im Januar 2010 endlich bei Onlinebuchhändlern bestellbar war, war ich unendlich stolz. Und ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass die Nachfrage wirklich so groß sein würde. Das ermutigte mich, auch ein Buch über „Kosmetik selber machen“ zu schreiben. So erschien im September 2010 mein zweites Buch „Lotion, Creme & Badeschaum, Natürliche Kosmetik selber machen“ (ISBN 978-3-9391-9998-5).

Weil mir das Schreiben so viel Spaß bereitet und ich mein Wissen gerne teile, war für Herbst dieses Jahres ein weiteres Buch geplant. Aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Ich bekam von einem Verlag ein tolles Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte. Mein neues Rezeptbuch (Titel kann ich leider noch nicht verraten) soll nun Ende Januar 2012 im Anaconda Verlag erscheinen.


Da das Layout nun noch ein wenig überarbeitet werden muss – es wird durchgehend farbig - und es das Stadium der Druckreife noch nicht erreicht hat, möchte ich noch nicht zu viel verraten. Einen kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis kann ich jedoch schon vorab gewähren:


Aus dem Inhalt:

Hautcremes: über 40 Rezepte zur Gesichts- und Körperpflege: Cremes für jede Haut, Bodylotionen und Körpercremes sowie Hand- und Fußcremes

Gesichtsreinigung: Rezepte für Waschgels, Reinigungsmilch, sahnige Waschcremes und Cleaning-Bars

Wirkstoffseren: Rezepte für Hydrodispersionsgele und aromakosmetische Wirkstoffseren

Deodorants: Rezepte für Deo-Roll-On, Deospray und Deocreme

Sonnenkosmetik: ca. 12 Rezepte für Sonnenschutzprodukte sowohl mit mineralischen als auch mit synthetischen Sonnenfiltersubstanzen, After-Sun-Pflege

Wellness: verschiedene Rezepte für Badesalz- und Badeöl-Basismischungen, Duftmischungen mit ätherischen Ölen für Wellnessbäder, Körperpeelings, Massageöle und –cremes.

Heilende Salben und Öle: Rezepte für die kleinen Unpässlichkeiten des Alltags.

Auf meiner Website www.hobby-kosmetik.de werde ich rechtzeitig über den genauen Erscheinungstermin informieren. Auch eine Leseprobe und weitere Infos zum Buch werden dort zu finden sein.


Womit verbringst Du Deine Freizeit?

Freizeit – was ist das? Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Die Freizeit gehört der Familie und Freunden. Ich treffe mich häufig mit Freunden auf ein Glas Wein, gehe ab und zu schwimmen – sollte ich eigentlich öfter machen ;-). Ich mag Kabarett mit Richard Rogler, Gerhard Schmickler, Eckehard von Hirschhausen usw. Ich liebe Spaziergänge durch die Natur und Urlaub in Andalusien und auf den Kanarischen Inseln.


Gehst Du einem Broterwerbs-Job nach?

Vom Bücher schreiben können nur die wenigsten Autoren wirklich leben. Es sei denn, man avanciert irgendwann mal zum Bestseller-Autor. Aber davon bin ich weit entfernt. Das Schreiben ist für mich nur ein ganz kleiner Nebenerwerb, der allerdings sehr viel Spaß macht. Ich freue mich über jedes verkaufte Buch. Man könnte es als Hobby bezeichnen, das mir ein paar Euro Taschengeld einbringt.


Welche Bücher liest Du?

Vorwiegend lese ich Fachbücher über Haut- und Haarpflege, Typografie und Gestaltung. In meiner Freizeit bevorzuge ich leichte Kost. Eine gute Freundin schenkte mir zum Geburtstag ein wunderschönes Buch: »Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna« von Fynn. Ich liebe dieses Buch sehr. Es ist so wunderbar geschrieben und lenkt den Blick auf die eigene Kindheit und die Wünsche und Träume von damals. Zwei weitere Titel aus dieser Reihe stehen auch in meinem Schrank. Ach ja, Herbert Rosendorfer mit seinen Büchern über einen Chinesen aus dem 10. Jahrhundert, der mit einer Zeitmaschine im heutigen Min-chen (München) landet. Einfach herrlich geschrieben – ich habe Tränen gelacht und mit dem armen Kao-tai gelitten. Im Urlaub lese ich bevorzugt Romane wie z. B. »Schokolade zum Frühstück« oder »Echt süß« oder die Geschichten von Bridget Jones. Fasziniert haben mich der Thriller »Sakrileg« von Dan Brown und »Der Name der Rose« von Umberto Eco.



Hast Du eine/n Lieblingsautor/in? Ein Lieblingsgenre?

Einen Lieblingsautor habe ich nicht. Ich lese was mir gerade gefällt, da spielt der Autor keine große Rolle. Ich erwarte nur eine angenehm zu lesende, spannende oder lustige Geschichte.


Ist Selberrühren für jeden geeignet? Ist es kostenintensiv (Zutaten, Gefäße etc.)?

Wer bereit ist, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, sich Grundlagenwissen anzueignen und selbst auszuprobieren, findet im Selberrühren von Kosmetika bestimmt ein spannendes Hobby. Wer mit dem Rühren beginnt, muss sich nicht gleich eine teure Grundausstattung kaufen. Oft reichen einfache Marmeladengläser, die digitale Küchenwaage und der Handmixer völlig aus. Es ist auch nicht nötig, gleich am Anfang alle interessanten und teuren Rohstoffe zu kaufen. Einige wenige, gut ausgewählte Zutaten genügen für den Einstieg. So lassen sich die Kosten in Grenzen halten. Wenn man irgendwann die richtige Cremerezeptur gefunden hat und sich die Experimentierfreude in Grenzen hält, ist das Hobby nicht mal so teuer, wie es zunächst scheint. Wie kostenintensiv es wird, kann jede/r selbst bestimmen.



Was war dein lustigstes oder peinlichstes Missgeschick bei der Rührerei?

Mir sind im Laufe der Jahre einige Dinge passiert, über die ich gar nicht gerne spreche. ;-) Mein wohl lustigstes Erlebnis war vor einigen Jahren, als ich unbedingt mit einem flüssigen Tensid, Natron und Zitronensäure »Solid Bubble Bars« herstellen wollte. Dieser Badezusatz wurde durch eine britische Kosmetikfirma bekannt und ist mittlerweile Kult. Ich schütte also die beiden Pulver in die Schüssel und gieße das Tensid dazu, rühre mit dem Kochlöffel alles gut durch. Doch plötzlich wird die Schüssel immer voller. Ich rühre wie wild. Aber das Zeug lässt sich kaum bändigen und wird immer mehr und mehr. Mir läuft der Schweiß von der Stirn. Verzweifelt versuche ich, die Masse in die Schüssel zurück zu befördern. Doch alle meine Mühe war umsonst – die Masse läuft über den Schüsselrand. Ich stehe da, mit dem Kochlöffel in der Hand und kann nur noch zusehen, wie sich alles schäumend und sprudelnd über den Küchentisch verteilt. Das Putzen ging zum Glück einfach von der Hand, denn in der Mischung waren ja reichlich Tenside. Über den Küchentisch verteilte Fette lassen sich nicht so mühelos wegwischen. Auch diese Erfahrung musste ich machen aber das ist eine andere Geschichte ...


Liebe Gitta, vielen Dank für das Interview!

Lexikon der kosmetischen Rohstoffe: Nachschlagewerk für selbst hergestellte Kosmetik Lotion, Creme & Badeschaum: Natürliche Kosmetik selber machen