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Sonntag, 31. Juli 2011

Jeanine Krock - vom Winde verweht und verhext vom Wassermann ....

Hallo ihr Lieben,

Bilder von Jeanine Krock

Jeanine Krock war nicht einfach zu erwischen.

Das Phantom der Oper brach ihr die Flügel und so mußte sie auf dem Besen der kleinen Hexe gen London fliegen.
Gerade in dem Moment als sie sich auf das Segelschiff begeben wollte, erreichte ich sie.
Seetang im Haar und Muscheln an den Füßen rannte ich auf sie zu. 
Ein Wunder, daß Jeanine nicht schreiend vor mir floh. Wahrscheinlich war sie vom Geruch der Kerosin-Abgase am Himmel benebelt...
Meine Wenigkeit war auf jeden Fall höchst entzückt, einen neuen Strich in meinen Bettpfosten kratzen zu können .... :-)

Was Jeanine, die Autorin von "Wind der Zeiten", "Der Blutkristall" und "Himmelsschwingen" u. v. m. mir erzählte, könnt ihr hier lesen:


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Interview:


1. Erinnerst Du dich an die allererste Story, die du geschrieben hast?Geschichten wollte ich schon immer erzählen. Spannende, romantische und vor allem unterhaltsame Geschichten. Ich könnte mir eine hübsche Antwort ausdenken, aber tatsächlich kann ich mich nicht an die erste erinnern, die ich dann auch wirklich aufgeschrieben habe, leider.


2. Du hast eine Weile in London gelebt. Was hat Dir am Leben dort besonders gut gefallen?Wo soll man da anfangen? Niemand fand es merkwürdig, wie wir gekleidet waren (Post-Punk), die besten Bands spielten zu erschwinglichen Preisen in kleinen Clubs. Ich habe in London fantastische, kreative Freunde gefunden und eine glückliche Zeit verbracht.


3. Als großer Musical-Fan war ich ganz begeistert, als ich las, dass Du an einem Musical-Theater gearbeitet hast. Wie bist Du dorthin geraten?Zum »Phantom der Oper« in Hamburg bin ich eher zufällig gekommen und es sollte auch nur eine Zwischenlösung sein. Doch die Arbeitszeiten (vorwiegend abends), die internationale Atmosphäre und besonders die Kollegen haben mir gut gefallen. Von Kostümen verstehe ich auch etwas und so habe ich mich dort sehr wohl gefühlt.


4. Wie sieht Dein momentaner Arbeitsalltag aus? Hast Du einen festen Rhythmus?Zumindest bemühe ich mich darum, leider sind gute Vorsätze oftmals nicht ausreichend. Es gibt Tage, die rauschen wie ein Wirbelwind vorüber.
Im Prinzip bin ich aber eine Jahreszeitenschreiberin. Das heißt, ich schreibe im Sommer vorwiegend in den frühen Morgenstunden und dann abends noch einmal, falls ich nicht recherchiere. Im Winter finde ich morgens schwer aus dem Bett und verlege die Arbeitszeit gern in den Abend- und Nachtstunden.


5. Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig?Auf keinen Fall! Also zumindest versuche ich, eine solche Situation zu vermeiden. Meine Geschichten und Figuren gehen mir wirklich nahe und es käme mir wie Verrat vor, nebenher noch eine „Affäre“ mit einer anderen Story zu haben. Okay, kleinere Seitensprünge in Kurzgeschichten gab es schon. Aber glücklich war ich nicht dabei.


6. Was tust Du um Kraft zu schöpfen und/oder neue Ideen zu finden?Am liebsten würde ich im Wind auf einer Düne oder einem Felsen sitzen und zusehen, wie die Segelschiffe am Horizont von der Scheibe kippen. Weil das aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist (u. a. wohne ich 250 km vom nächsten Meer entfernt), gehe ich gern spazieren oder genieße unseren Garten.


7. Du kannst eine beeindruckende Zahl von Romanen vorweisen. Welcher Deiner Romane ist Dein persönlicher Favorit?Eigentlich immer der, an dem ich gerade schreibe. Und dann vielleicht noch „Wind der Zeiten“, weil sich in diesem Wunschprojekt vieles von dem vereint was ich besonders mag: die schottische Landschaft, ein historisches Setting, eine Prise Magie und die Liebe natürlich.


8. Schreibst Du auch in anderen Genres?„Wind der Zeiten“ ist ja genau genommen ein Genre-Crossover und ich bin immer offen für neue Ideen, aber momentan komme ich leider gar nicht dazu, mal was anderes zu schreiben, als das, für das ich ohnehin schon einen Vertrag habe. Derzeit arbeite ich an einer Novelle, die Anfang 2012 bei Heyne erscheinen wird. Kein Genre-Wechsel, aber doch eine andere Literaturgattung.


9. Findest Du Zeit zu lesen, während Du an einem Roman arbeitest?Viel zu selten. Es gibt so wunderbare Bücher, die ich alle gerne lesen würde. Während ich schreibe, liegt hier überwiegend Fachliteratur auf dem Schreibtisch. Romane gestatte ich mir manchmal zur Belohnung, allerdings keine, die dem zu nahe kommen, was ich selbst entwickle, denn ich möchte unbeeinflusst bleiben.


10. Welche Autoren/innen liest Du selber bevorzugt?
Ich lese querbeet und fast alles. Außerdem blättere ich für mein Leben gern in Coffee Table Books – diesen wahnsinnig schweren Bildbände die bei manchen Leute auf flachen Tischen herumliegen, weil es keine passenden Regale gibt. Darin könnte ich mich glatt verlieren und ich bin sehr stolz, dass einige meiner Geschichten es in zwei solcher Bildbände geschafft haben, zumindest in einer etwas kleinformatigeren, aber deshalb keineswegs weniger faszinierenden Variante davon. (Anm.: u. a. „Obsolete Angels“ der Fotografin Annie Bertram)


11. Wirst Du oft persönlich von Fans kontaktiert?Ich bekomme Mails und manchmal auch Briefe von Lesern. Zum Glück sind fast alle diese Nachrichten so nett, dass ich mich darüber freue. Ich lese alle und versuche auch, auf E-Mails und Briefe persönlich zu antworten. Auch bei Facebook werde ich regelmäßig angesprochen, aber dort kann die eine oder andere Mitteilung schon mal untergehen, was natürlich schade ist.


12. Glaubst Du, das ein/e Autor/in irgendwann an einen Punkt kommen kann, an der ihm/ihr die Ideen ausgehen?Ich glaube, die Freude daran, aus der Idee eine fesselnde Geschichte zu zaubern, kann man durchaus verlieren. Fantasie oder Talent halte ich nicht für selbstverständliche Gaben, die man, wie beispielsweise die handwerkliche Seite des Schreibens, bis zu einem gewissen Punkt erlernen und dann auch nach Belieben abrufen kann.


13. Du bist Hundebesitzerin. Was macht das Leben mit Hunden so besonders?Haustiere, egal ob Hund, Katze, Pferd oder sogar Schafe können wunderbare Gefährten sein. Sie holen dich aus der Melancholie, verlangen nach Fürsorge, öffnen den Blick für die kleinen Wunder im Leben und das Beste: sie lieben dich sogar, wenn mittags noch im Nachthemd am Schreibtisch sitzt, weil du „nur eben mal schnell“ etwas aufschreiben wolltest ...
Letzteres funktioniert natürlich nur, wenn ähnlich großmütig veranlagte Familienmitglieder (oder Freunde) da sind, die sich ebenfalls um die leiblichen Bedürfnisse der Tiere kümmern.


14. Zu Guter Letzt: Welchen Berufswunsch hattest Du als Kind?Ich wäre gern so geworden, wie die kleine Hexe von Ottfried Preussler, oder wie der kleine Wassermann, den ich um seine herrlich grünen Haare beneidet habe. Manchmal hätte ich den Tag als Lokomotivführer beginnen mögen, anschließend einen fliegenden Teppich gesteuert, am Abend im Feengewand dem schönsten Prinzen des Landes den Kopf verdreht und wäre um Punkt Mitternacht mit einem Engel der Finsternis durchgebrannt. Dass ich eines Tages Schriftstellerin werden würde, hätte ich mir niemals träumen lassen, es war vermutlich unvermeidbar.

Samstag, 30. Juli 2011

Gewinnspiel auf der Seite von Jeanine Krock

So ihr Lieben,

heute einmal eine Info ganz anderer Art:

Bilder von Jeanine Krock

Jeanine Krock hat mir verraten, daß es am 1.8. bis zum 8.8. um 8.08 Uhr ein Gewinnspiel auf ihrer Website gibt:

--
Zehn deutschsprachige Fantasy-Autorinnen und -Autoren laden zur »Schatzsuche« auf ihren Blogs und Webseiten ein.

Unter den richtigen Einsendungen* werden zehn fantastische Romane verlost.
Und einer der Gewinner zieht den »Jackpot«: 10 signierte Romane von 10 verschiedenen Autoren!

Start 1. August 2011
Wo? www.jeaninekrock.de

Einfach dem Pfad folgen, pro Website/Blog einen Buchstaben finden und am Ende daraus das Lösungswort zusammensetzen. Keine Sorge, unterwegs gibt es reichlich Hinweise.

Wer kann mitmachen?
Jeder, der Lust hat und eine E-Mail mit dem richtigen Lösungswort und seiner vollständigen Anschrift schickt. Die Adresse wird auf der Ziellinie bekanntgegeben, versprochen!
Einsendeschluss 8.8.2011 um 8.08 Uhr.

Mit dabei sind u. a. Tanja Heitmann, Gesa Schwartz, Stephan R. Bellem und Claudia Toman
Die große Schatzsuche - GEWINNSPIEL

Gewinne ein Paket mit 10 handsignierten Romanen von
zehn der beliebtesten deutschsprachigen Fantasy-Autoren!

Start: 1. August 2011 www.jeaninekrock.de


»Wind der Zeiten«
Poesie, wilde Landschaften & magischer Zauber


Website: www.jeaninekrock.de
Shirts & Books: www.werk-zeugs.de
Facebook: http://facebook.com/JeanineKrock.Autorin

Liebe Grüße, Ivy Paul

Freitag, 29. Juli 2011

Aveleen Avide - Ein Duell mit Kajal und Lippenstift





Wenn zwei bayrische Waagen aufeinandertreffen, muß man auf alles gefasst sein.
Zwar sind Waage-Frauen für ihr harmonisches Auftreten bekannt, doch kann das bayrische Temperament auch völlig andere Richtungen einschlagen - um es mit Max Streibls Worten zu sagen: Wer sich mit Bayern einläßt, muß sich auf Watsch´n gefasst machen.
In diesem Fall wurde mit harten Bandagen gekämpft.
Da klapperten die Tastaturen wie wild, die Worte flossen in Strömen und anschließend schluchzten die Dirndl-Fachverkäufer. (Ob aus Dankbarkeit oder Verzweiflung wird unser Geheimnis bleiben ... oder auch nicht ;-) )
Mit brutaler Ehrlichkeit beantwortete Aveleen Avide , Autorin von "Purpurne Lust", "Samtene Nächte" und "Seidene Küsse" (mit Jasmin Leheta) all meine Fragen.
Im Gegenzug verlangte sie: Mein Erstgeborenes, mein Haus, mein Auto und meine Parfümsammlung.
Erstgeborenes, Auto und Haus ließ ich ja noch angehen. Aber meine Parfümsammlung?
NIEMALS.
Wir kämpften und verhandelten verbissen, aber schließlich kamen wir überein: Aveleen durfte mich im Gegenzug ebenfalls interviewen.  ;-)


Interview

Du bist ein echtes bayrisches Mad´l?



Oh ja! Geografisch gesehen auf jeden Fall. Ich liebe auch ab und an Volksmusik (jetzt nicht Maria Hellwig), aber z.B. die ganzen Oktoberfestsongs und ich mag Dialekte, ich liebe Volksfeste, auch Landgaststätten, bayerisches Essen (mmmm lecker).



Ich wurde in einem idyllischen Dorf mit ca. 200 Einwohnern in der Oberpfalz geboren. Über die Oberpfalz gibt es ja diverse Witze. Z.B. auch den Witz, dass wir Oberpfälzer bellen. „Woa gibt‘s Freibiea? Doa gibt‘s Freibiea“. Soll da heißen: Wo gibt es Freibier? Da gibt es Freibier.



Das Dorf in dem ich aufgewachsen bin ist langgezogen, so gesehen waren wir in der Mitte des Dorfes aber gleichzeitig schlossen unsere Felder und Wiesen direkt hinter dem Haus an. Im Sommer habe ich mich abends oft auf die Fensterbank in meinem Schlafzimmer gesetzt und in die Ferne gesehen. Denn weiter hinter unseren Feldern gab es Föhren und wenn die riesige knallrote Sonne genau hinter den Föhren versank, dann kam es mir vor, als wäre ich in traumhaft südlichen Gefilden. Das Ganze wurde begleitet von einem himmlischen Froschkonzert vermischt mit Grillenzirpen und dem unvergleichlichen Duft nach Blumen und Gräsern. Kein Schmarrn. Das heißt ich bin mitten in der Natur und in der Stille aufgewachsen.



Und ich lieeeebe Dialekte! Auch den kracherten aus der Oberpfalz und aus Niederbayern.





Es gibt Bilder von Dir im Dirndl. War das ein Gag oder trägst Du so etwas tatsächlich gerne? (Anm. Ich bin endlich Besitzerin eines Dirndls. Ergo: ICH mag Dirndl.)



Nein! Definitiv kein Gag! Ein Dirndl ist das allerschönste Gewand für eine Frau! Es ist unschuldig und gleichzeitig sexy, es ist elegant, sehr weiblich, betont alle guten Stellen und kaschiert die weniger vorteilhaften. Ich liebe Dirndl! Und auf das Foto, auf das du anspielst: Das ist seit 2 Jahren mein allerschönstes Lieblingsdirndl. Trotzdem juckts mich in den Fingern, mir ein neues zuzulegen. Mal sehen.





Du bist sehr präsent im Web. Wie viel Zeit nimmt das tgl. in Anspruch?



Das kommt darauf an. Eine halbe Stunde bis 2 Stunden kommen immer zusammen. Inzwischen habe ich ja ein iPhone und das ist ein großer Vorteil. Okay, es ist ein Segen und ein Fluch ...



Jedenfalls, seit ich das iPhone habe, kann ich die je 20 Minuten, die ich morgens mit der Tram zur Arbeit hin- und später zurückfahre, für meine Social-Media-Aktivitäten nutzten. Vorher habe ich es als vertane Zeit angesehen, in der Tram zu sitzen. Dorthin habe ich mir schon immer Arbeit mitgenommen. Dort las ich Erotikliteratur - hinter einem anderen Einband versteht sich - wegen meinem Berufs-Doppelleben. ;-) Selbständige Office-Managerin und Erotik-Autorin - oder ich habe meine Texte Korrektur gelesen, oder ich habe Englisch gelernt oder oder oder.



Jedenfalls kann ich jetzt dadurch meine Zeit zuhause ganz anders nutzten, das heißt, zuhause muss ich nicht mehr viel im Netz machen. Rein vom Zeitfaktor aus gesehen. Wobei es auch kein Muss ist im Netz zu sein. Ich liebe es, mit anderen zu kommunizieren. Wenn ich dann selbst wieder schreibe, dann muss ich die Aktivitäten im Netz auf das Nötigste reduzieren, denn sonst käme ich mit meiner begrenzten Zeit nicht zum Schreiben. Dann fehlt mir das Geplänkel im Netz.




Ist es wichtig sich so sehr im Internet zu engagieren? Oder anders: ist es von Nachteil es nicht zu tun?



Es kommt darauf an, wen du meinst. Wenn du Privatpersonen meinst oder die Jugend, dann muss man nicht so viel im Netz hängen, wie es praktiziert wird. Das reale Leben sollte schon noch gelebt werden.



Wenn du jetzt auf Autoren oder mich im Besonderen ansprichst ... Dann wäre es eine unglaublich große Nachlässigkeit, es nicht zu tun. Ich würde sogar von einem fatalen Fehler sprechen. Das Netz ist momentan die Zukunft. Und ich als Autorin sollte von Trends etwas verstehen. Abgesehen davon, dass ich dort meine Leser direkt erreiche und eventuelle künftige Leser meiner Bücher vorher schon mal auf mich und meine Bücher aufmerksam machen kann. Ich kann mich mit Kollegen austauschen und sehen, was es Neues gibt.



Eine bessere Werbeplattform gibt es nicht. Nicht, dass ich alles mit dem Hintergedanken online stelle: Ui, da muss ich jetzt werben, werben, werben. Sicher nicht. So funktioniert das Internet auch nicht und ich hätte sicher nicht so viele Facebook-Freunde, wenn ich so rangehen würde.



Ich selbst verfahre nach diesen Kriterien bei Facebook: Ich füge niemanden hinzu, der nur Herzchen vergibt bzw. nur Danksagungen fürs Adden auf seiner Seite stehen hat oder zig Mal am Tag den gleichen Text oder womöglich sogar zig Mal pro Stunde den gleichen Text ins Facebook-Netz jagt. Von den ersten beiden weiß ich nicht, was diese Personen vorhaben oder tun und ich will schon wissen, welche Person ich da virtuell vor mir habe. Vom Dritten habe ich keine Lust ständig mit dem gleichen Werbesenf zugemüllt zu werden.





Was rätst Du einer/m Jungautor? Was sind die wichtigsten Punkte, die er/sie beachten sollte? Spez. im Hinblick auf Eigenwerbung, Umgang mit den Social Networks, etc.



Will man von sich wirklich Privates preisgeben oder will man eben nur geschäftliche Infos herausgeben, darüber muss man sich vorher im Klaren sein.



Ich bedenke immer Folgendes, wenn ich etwas ins Internet schreibe oder Bilder hochlade: Kann ich mit dieser Aussage, mit diesem Foto auch noch in 20 Jahren leben? Wenn ich es mit Ja beantworten kann ... Dann schreibe ich es bzw. stelle das Foto online. Viele vergessen nämlich, dass alles im Netz schlechter herauszubekommen ist als man eine Hydra vernichten könnte. Versucht man es an einer Ecke wieder herauszubekommen, wachsen zwei Köpfe nach, um es bildlich zu auszudrücken.



Jeder der offensichtlich Werbung macht, wird im Internet auf Dauer keinen Erfolg haben. Wenn also jemand offensiv Werbung macht, dann will ich ihn z.B. bei Facebook nicht hinzufügen und auch von vielen anderen, die im Netz unterwegs sind, weiß ich, dass sie genauso verfahren. Alle, die mit Werbung im Netz Erfolg haben, geben auch. Z.B. Sabine Asgodom - ein sehr bekannter Coach - sie gibt Newsletter heraus, mit Tipps und Tricks. Autoren, die auch Schreibkurse anbieten, geben Hinweise, Tipps und verraten Tricks. Natürlich ist das Werbung, aber es kommt bei mir als interessierten Leser nicht so an.



Gerade als Jungautor sollte man sich auch überlegen, welches Image man sich erarbeiten möchte. Denn was ich sende kann genauso empfangen werden wie ich es sende, oder aber es kann beim Empfänger ganz anders ankommen. Was schlecht wäre, denn man würde aneinander vorbei kommunizieren. Z.B. Ich bin Erotikautorin und mein Ziel war es, dass ich Edel-Erotik rüberbringen möchte. Dass ich aber auch eine Frau bin, mit der jeder im Netz kommunizieren darf. Wenn ich also jetzt Fotos von mir mit ungepflegten Haaren und/oder schmuddeliger Kleidung und/oder altmodischen Klamotten online stellen würde ... Dann würde ich niemals Edel-Erotik transportieren können, sprich ich als Sender würde mir vielleicht wünschen, ich hätte Edel-Erotik transportiert, aber beim Empfänger würde es niemals so ankommen.



Ich gestehe: Ich habe gar keine Schmuddel-Klamotten und ungepflegte oder gar fette Haare sind für mich ein absolutes No-go.



Wie zeige ich, dass jeder mit mir kommunizieren darf. Ich versuche möglichst zeitnah (was nur selten nicht klappt) auf Kommentare zu antworten, die z.B. auf meiner Facebook-Seite sind.





Arbeitest Du im Moment an einem neuen Roman?



Du meinst an erotischen Kurzgeschichten. :-) Seit 2 Wochen möchte ich schon anfangen am nächsten Buch zu schreiben ... Da ich aber genau weiß, wenn ich anfange, dann heißt es wieder ca. 4-5 Monate höchstens 1 Mal die Woche weggehen, meine Lieblingsfernsehsendungen ansehen fällt flach (ja, ich gebe zu, ich habe noch einen Fernseher und er ist nicht zur Zierde gedacht) ;-) Meine Wohnung ... Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich putze, weil ich ja schreiben könnte. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich schreibe, weil ich ja putzen müsste. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich endlich wieder meine Steuer mache, denn ich müsste ja schreiben. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich schreibe, aber sich die Zettel für die Steuer unschön anhäufen. Ich weiß, für 4-5 Monate muss ich mein Leben wieder jede freie Sekunde mit Schreiben füllen.



Ich bin jemand, wenn ich vor einem riesigen Berg stehe (und so kommt mir das Schreiben anfangen erst mal vor), dann brauche ich ein wenig mentales Vorbereiten und einen geistigen Anlauf ... Ich bin gerade in der Phase mentale Vorbereitung und Anlauf nehmen. ;-)



Sobald ich aber angefangen habe, frage ich mich, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Herrschaftseiten! Wenn aus meinen Gedanken Geschichten entstehen und ich sie heranwachsen sehe ... Großartig! Aber obwohl ich das weiß, brauche ich den Anlauf. :-) Ach ja, ich habe noch so ganz nebenbei einen ca. 30-Stunden-Job, meine Interviews für den Blog wollen auch vor- und nachbereitet werden, ich gehe auf Lesungen und berichte darüber und und und. Was ich alles sehr gerne mache, selbst meine Bezahl-Jobs. Aber alles in Allem kommen halt dann mit dem Schreiben doch sehr viele Stunden zusammen.



Bist Du eine Bauchschreiberin oder eher eine organisierte Schreiberin, die alles durchplant?



Definitiv eine Bauchschreiberin. Das hält mich ja auch noch vom „großen“ Roman ab. Denn ich muss erst mal was schreiben, damit ich ein Gefühl für meine Protagonisten bekomme. Für einen Roman müsste ich plotten. Das ist NOCH furchtbar für mich. Denn Plotten, da fühle ich keine Figuren. Da könnte ich auch hinschreiben „großer Fisch frisst kleinen Fisch“. Und jetzt? ... Es kommt keinerlei Emotion bei mir hoch. Wenn ich aber Figuren in eine Situation bringe, Dialoge schreibe, dann sehe ich ab einem bestimmten Punkt wie die Figuren alleine agieren. Ich bin nur noch schreibendes Organ. Ach, das NOCH habe ich deshalb groß geschrieben, weil ich diesen Sprung um alles in der Welt noch bewerkstelligen will. Und wo ein Wille ...





Wie viel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben?



Wegen den ganzen Bezahl-Jobs sage ich von mir selbst, ich bin eine Phasenschreiberin. Das heißt, wenn ein Buch abgeschlossen ist, dann steht erst mal ein Großputz an, Freunde treffen (möglichst mehr als nur einmal die Woche. YES!!!), Familie besuchen, Steuer auf Vordermann bringen, endlich mal wieder ein Buch zum Vergnügen und ohne schlechtes Gewissen lesen, Interviews für mehrere Wochen im Voraus vorbereiten, ein paar Wochen mal undiszipliniert sein. Mich auf den Berganstieg geistig vorbereiten ... Ach, das hatten wir schon. ;-)




Hast Du Testleser/innen?



Nein. Meine ersten beiden Bücher habe ich von einer Freundin, mit der ich auch geschäftlich zu tun habe, gegen Bezahlung lektorieren lassen. Sie hat auf jeden Fall die gröbsten Unebenheiten herausgefunden. „Purpurne Lust“ habe ich von Angelika Frey coachen lassen. Wow!! Wahnsinn, wie gut sie ist. Ich kenne sie schon seit vielen Jahren und habe bei ihr immer wieder begeistert Schreibabende besucht und so haben wir vereinbart, dass sie mich für „Purpurne Lust“ coacht. Sie hat aber die letzten Geschichten (weil Zeitdruck war) korrektoriert und lektoriert. Ich habe sehr viel von ihr gelernt. Und ich habe noch so viel zu lernen. Blöd ... Je mehr man weiß, desto mehr merkt man, was noch alles möglich ist und somit, wo es noch hapert.





Auf Facebook habe ich gelesen, Du bereitest einen Workshop vor. Kannst Du darüber schon etwas erzählen?



Zum Workshop komme ich derzeit nicht. Allerdings habe ich bei der Booklover Conference im Mai 2011 einen Vortrag über Social Media für Autoren gehalten. Ein Thema, das ich ja intensiv und ausführlich learning by doing erarbeitet habe, also in der Praxis. Der Vortrag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Leider war der Vortrag nur 40 Minuten und ich musste so viele spannende Informationen zurückhalten.





Hast Du ein Lieblingsbuch?



Ganz viiiiiele!

Diana Gabaldon: Der Ruf der Trommel (von Diana Gabaldon liebe ich alle Jamie-Bücher)

Nora Roberts: Die Sturm-Triologie (von Nora Roberts liebe ich alle Bücher)

Sandra Brown: Betrogen (mir gefallen all ihre Bücher)

Susan Elizabeth Phillips: Küss mich, wenn du kannst

Peter James: Stirb schön (mir gefallen all seine Bücher mit diesem Ermittler)

Chelsea Cain: Grazie

Michael Morley: Spider

Richard Dübell: Die Teufelsbibel

Beate Maxian: Tod mit Seeblick

Sabina Naber: Der letzte Engel springt

Christian Schoenborn: Operation Ismael

Beatrix Mannel: Der Brautmörder

Michelle Raven: Perfektion

Sebastian Fitzek: Das Kind

Oliver Pötzsch: Die Henkerstochter

Peter Prange: Der letzte Harem

...



Hast Du Lieblingsautoren/innen?



Viele. Zu viele. Einen Ausschnitt habe ich schon bei meinen Lieblingsbüchern gegeben. Vielleicht willst du deshalb beide Fragen zusammenfassen?





Was sorgt dafür, dass Du ein Buch in hohem Bogen an die Wand pfefferst?



Ich weiß genau, welchen Lesegeschmack ich habe: Serienmörderkrimis, Thriller, historische Romane, Erotik, ab und zu Lyrik. Das verhindert Fehlkäufe.



Ich habe eine Freundin, die sehr gerne Bücher liest, die ich NIEMALS kaufen würde und so ein Buch meinte sie auch einige Male, müsste ich lesen und sie gab sie mir zum Lesen. Diese Bücher habe ich versucht zu lesen, aber ich habe mich damit zu Tode gelangweilt. Ich sollte vielleicht dazusagen, dass sie gerne Bücher liest, die ich schon niemals kaufen würde, weil sie ein seltsames bis grässliches Cover haben und Titel haben, die bei mir niemals Kaufinteresse wecken würden. Ich sage jetzt einfach mal was und hoffe, dass es ein Buch mit diesem Titel nicht wirklich gibt. ;-) „Eine rote Ente fliegt zum Mond“.



Das heißt also nicht, dass diese Bücher nicht andere zu Begeisterungsstürmen hinreißen würden, aber es ist halt einfach nicht mein Lesegeschmack. Wenn ich ein Buch lese, dann will ich in der ersten Seite im Buch verschwinden und auf der letzten Seite ausgespuckt werden und überrascht feststellen, dass ich bis eben noch in einer ganz anderen Welt gelebt habe. Mit Spannung, oder Liebe oder oder oder.



Ich pfeffere kein Buch an die Wand. Ich hasse einen offenen Schluss und deshalb will ich das Ende wissen und wenn ich immer wieder 30 bis 50 Seiten überspringen muss um dorthin zu gelangen ... Aber ich muss wissen wie es ausgeht, selbst wenn mich ein Buch nun wirklich nicht - sagen wir mal vorsichtig - begeistert.





Hast Du noch Zeit für Hobbys? (Die da wären ....  )



Meine größte Leidenschaft ist tanzen, aber nicht Salsa. Ich würde so unglaublich gerne mal wieder mit einem fantastischen Tänzer bei einem Foxtrott übers Tanzparkett fliegen oder zu einem Dreher, einem Walzer. Seufz. Leider kann man solche Tänze kaum wo tanzen und die Zeit fehlt mir auch ein wenig. Aber dazu würde ich mich tatsächlich vom Computer loseisen lassen. :-)



Ich bin neugierig auf die Welt, auf Menschen. Ich reise unglaublich gerne. Meine letzte Reise ging nach Kroatien. Aber meine Traumreise hatte ich vor ein paar Jahren, da war ich vierzehn Tage in Florida unterwegs. Ein paar Locations waren so faszinierend, dass ich sie in Geschichten in „Purpurne Lust“ einbauen musste. Wohlgemerkt, nur die Locations. :-)





Ich habe an einer Stelle Deines Lifestyle-Blogs gelesen, dass Du Fan des Parfüms "Femme" bist. Hast Du adäquaten Ersatz gefunden?



Dafür gibt es leider keinen Ersatz. Höchstens ein paar andere Düfte, die ich auch sehr gerne mag. Die müssen tatsächlich die Produktzusammensetzung von „Femme“ geändert haben, denn meine Nase weiß genau, wie der Duft gerochen hat. Da du den Beitrag gelesen hast, weißt du auch, dass meine Nase feiner getunt ist als die manch anderer Menschen, deshalb gibt es kaum einen Duft, der meiner Nase standhält. Jedenfalls ich will mich mit den anderen Düften nicht riechen. Aber ich habe noch Casmir von Chopard und Flowerbomb von Viktor & Rolf und noch eines, das so unglaublich gut riecht und das mein Geheimnis bleibt. ;-) Aber jetzt wo ich diese Frage lese, habe ich den Duft von „Femme“ wieder in der Nase. Ja, er fehlt mir, denn es war DER Duft für mich.















Liebe Aveleen, vielen Dank für das Interview! :-)

Dienstag, 26. Juli 2011

Helene Henke - Autorin von "Electrica" und der "Roten Palais"-Trilogie ...



Dunkelheit hing über der Straße wie dicker, schwarzer Rauch.
Aus einer Seitengasse erklang ein Scheppern, dann ein empörtes Aufkreischen. Das Herz klopfte mir bis zum Hals.
Ohne schützende Fettschicht fröstelte es mich in meinem roten Cape. Zum wiederholten Male fragte ich mich, weshalb wir uns hier - an diesem Ort und zu dieser Stunde - treffen sollten.
Ich hätte eine Verabredung bei Tag, vielleicht in einem netten Straßencafé vorgezogen.
Doch Helene Henke, Autorin der Romane "Electrica" und der Trilogie "Das Rote Palais" ("Die Totenwächterin 1", "Der Gottvampir 2" und "Die Schattenpforte 3") bestand auf diesen Treffpunkt, nachts, im Hinterhof der städtischen Blutbank.
Ich glaubte einen Windzug im Nacken zu fühlen und drehte mich um.
Da stand sie.
Plötzlich wie ein Geist war sie aufgetaucht. Im folgenden ihre Antworten auf meine Fragen:


Warum schreibst Du Vampirromane?

Weil sie die faszinierendsten mystischen Wesen sind. Und sexy obendrein. Damit meine ich nicht die sogenannten „Weichgespülten“. Christopher Lee als Dracula hat mich bereits in jungen Jahren bezaubert und meine Heldin war die Comicfigur „Vampirella“. In diesem Genre zu schreiben ist wie eine Einstiegsdroge. Man kann nicht mehr aufhören. Der unbestreitbare Vorteil, man entwickelt sich zwangsweise weiter.



Was reizt Dich an Vampiren?

Ihre Vielseitigkeit und Beständigkeit. Der Mythos Vampir erlebt immer wieder ein Comeback und ist aus der Buch- und Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Vampire sind theologische Wesen, uns Menschen eng verbunden. Sie sprechen unsere dunkle Seite an und sind ein Quell der Inspiration.



Seit wann schreibst Du?

Seit mein Bewusstsein erwacht ist und ich nur durch Schreiben den Strom an Gedanken bewältigen konnte.



Welche(r) Autor(in) inspiriert Dich?

Keinen bestimmten, aber jeden es geschafft hat, mich mit seine Büchern zu begeistern.



Wie und wann recherchierst Du?

Hauptsächlich im Internet, aber auch im wahren Leben. Feldrecherche kommt auch vor, wodurch oft unterhaltsame Begebenheiten entstehen z.B. die Reaktion eines Polizisten auf meine Fragen über den Geheimdienst in Deutschland. (Recherche für „Das Rote Palais“)

Zitat: „Wenn ich Ihnen darüber näheres erzählen würde, wäre der Geheimdienst wohl kaum geheim.“

Ich werde oft gefragt, ob ich eine Kampfkunst beherrsche, weil Leyla Meisterin in Kendo und Aikido ist. Darüber freue ich mich jedesmal, denn es zeigt mir, dass ich meine Recherchearbeit gut gemacht habe. Mich muss man nämlich im Kletterwald vom ersten Parcour durch das Personal retten. Ist wirklich so passiert.



Wie gehst Du vor? Planst Du Deinen Plot/Story/Szenen und Charaktere vorher?

Wie hast Du das Schreiben gelernt?

Ich würde mich als sogenannten Bauchschreiber bezeichnen. Ich schreibe wild drauf los und habe hinterher eine Menge Nacharbeit am Hals. Durch einen ständigen Prozess des Lernens und Weiterentwickeln, gerät man irgendwann an den Punkt, etwas zu ändern, d.h. vielleicht doch etwas geplanter an ein neues Projekt dranzugehen. Plot und Charaktere sind dennoch geplant, bevor ich schreibe.

Gelernt habe ich durch den wahrscheinlich härtesten, aber effizientesten „Lehrmeister“: herbe Rückschläge.

Aufstehen, wenn man gefallen ist, die blutigen Knie pusten und weitergehen – das ist mein Motto.



Schreibst Du in mehreren Genres? Welche?

Ja, wobei jedes Genre fantastisch bleiben wird. Realität habe ich genug, wenn ich aus dem Fenster gucke. *lach*

Electrica – Lord des Lichts“ ist eine Steampunk Romance.

Weitere Projekte in den Genre Steampunk und Dystopie sind in Vorbereitung.



Was tust Du um Kraft zu schöpfen und/oder neue Ideen zu finden?

Arbeiten gehen. Im Ernst. Mein Brotjob stellt keine besondere, geistige Anforderung, was ich bewusst so gewählt habe. Selbst wenn es richtig stressig wird, hat er den angenehmen Effekt, mir den Kopf freizupusten.


Wie viel und was liest Du?

Leider weniger als ich gerne würde, weil ich sehr langsam und fast nur abends im Bett lese.



Wonach wählst Du ein Buch aus?

Schwer zu sagen, weil ich oft instinktiv Bücher auswähle, abgesehen von Empfehlungen durch Kollegen. Cover und Klappentext sind natürlich maßgebend, doch was mich genau anspricht weiß ich nicht. Dafür täuscht mich mein Gefühl selten, denn habe ich mal eine Wahl getroffen, bin ich meistens begeistert von dem Buch.



Kannst Du Dich noch an Deinen ersten Liebesroman erinnern, den Du gelesen hast?

Oh je, das war vermutlich ein Heftchenroman von meiner Mutter. Dafür erinnere ich mich aber an den ersten Liebesroman, der mich richtig beeindruckt hat. „Wildes Liebesglück“ von Johanna Lindsey hat mich 1981 in seinen Bann gezogen. Jedes Mädchen, das ich damals kannte, musste diese Story über Lady Brenna und dem Wikinger Garrick lesen. Heute ruht das völlig zerfledderte Buch in Frieden unter meinem Bett in der Kiste „Jugendsünden“.



Welche Art Romanhelden/innen bevorzugst Du?

Starke Heldinnen beeindrucken mich. Ich mag die taffe Kämpferin ebenso wie die zurückhaltende Lady mit Köpfchen.



Würdest Du im realen Leben deine Romanhelden als Mann für´s Leben wollen?

Den habe ich bereits seit 24 Jahren. Mein Mann stand für einige Helden Pate, ohne es zu wissen.



Reizen Dich (als Leserin) erotische Romane? (Von Recherchegründen einmal abgesehen...)

Nein. Möglicherweise bin ich zu prüde, denn für mich persönlich verschwimmen die Grenzen zwischen Erotik und Pornografie zu schnell. Allerdings habe ich nichts gegen erotische und durchaus detaillierte Szenen. Die schreibe ich auch selbst gerne, aber in Maßen.



Was gefällt Dir in Romanen am Besten?

Wenn sie mich berühren, besser noch bannen bis ich glaube die Stimmen der Protagonisten zu hören.



Was geht gar nicht? Was sorgt bei Dir dafür, dass ein Buch im Ofen landet?

Eins solches Buch kaufe ich erst gar nicht. Zum Glück, denn Bücher wegschmeißen oder zerstören ähnelt für mich einem Sakrileg.



Wie wichtig ist Sex in Liebesromanen für Dich?

Für mich gehören Liebesromane und erotische Szenen untrennbar zusammen, ansonsten wäre es für mich als Leser so, als würde man mir die Tür vor der Nase zuschlagen. Einzige. Bei Jugendromanen ist es vollkommen in Ordnung, wenn zarte Bande nicht über Küsse oder flüchtige Berührungen hinausgehen.



Was sind Abtörner-Szenen?

Homoerotischen Szenen kann ich nichts abgewinnen, da wir gerade beim Thema sind. Ansonsten finde ich seitenlange Landschaftsbeschreibungen sehr ermüdend.



Wie lange sollte eine gute Erotik-Szene sein?

So lang wie es die Spannung benötigt.



Welchen Plot bevorzugst Du in einem guten Liebesroman?

Den klassischen „Zähmung der Widerspenstigen“ Plot.



Bevorzugst Du ein Subgenre besonders?


Wenn man Steampunk als Subgenre von Fantasy betrachtet.... Ich denke, sobald ein Schauplatz historisch ist, könnte mich nahezu jedes Genre ansprechen.



Stell Dir vor eines Tages steht eine Fee vor Dir und würde Dir vier Wünsche erfüllen. Welche wären das?



Gesundheit, auch für meine beiden Söhne und meinen Mann. Das wären dann wohl die vier Wünsche … ;-)



Herzlichst

Helene Henke


Helene, vielen Dank für das Interview!

Donnerstag, 21. Juli 2011

In eigener Sache :-)

Hallo ihr Lieben,

mein Ghost Lover wurde auf folgender HP:

World of Armitage

vorgestellt. Meine Selbstdarstellung wurde von der Seiteninhaberin als kurios bezeichnet :-)

Ich nenne mich selbst ja neuerdings verhaltensoriginell :-) Sowas schlägt sich auch in der Schreibe nieder :-)

Auch Linda Mignanis "Mitternachtsspuren" wurde erwähnt.

LG, Ivy

Hilke Müller aka Megan MacFadden - Ein Interview mit Enthüllungen

Schattengefährte: Roman


Wieder konnte ich eine liebe Mit-Autorin zu einem Interview überreden.
Hilke Müller auch bekannt als Megan MacFadden lief mir über den Weg, als ich gerade auf der Jagd nach dem legendärem fliegenden Pferd Pegasus war.
Natürlich ließ ich die Gelegenheit nicht ungenutzt auch Hilke mit meinen Fragen zu löchern, zu drangsalieren und unter Androhung schlimmster Sanktionen gelang es mir sogar, ihr die Antwort auf Frage zu entlocken, was sie niemals in einem Interview verraten würde .....





Hilke, ich habe gesehen, daß Du ein richtiges Multitalent bist  : Liebe, Historie, ein Katzenroman.

Schläfst Du auch irgendwann?



Oh ja. Ich schlafe sogar sehr gern. Sieben Stunden Schlaf brauche ich auf jeden Fall, wenn möglich auch mehr. Nein, im Ernst. Ich schreibe ja schon eine Reihe von Jahren, daher sind inzwischen etliche Bücher aus meiner Feder auf dem Markt.



Wie viele Manuskripte produzierst Du jährlich?

Momentan sind es zwei.



Gibt es unterschiedliche Herangehensweisen an die jeweiligen Genres?

Natürlich. Jedes Genre hat seine Gegebenheiten, über die man sich vor dem Schreiben klar sein sollte. Aber gerade das hat auch seinen Reiz, denn es bietet die Möglichkeit, immer neue Schreibweisen zu erlernen und andere Seiten des eigenen Wesens auszuleben. In jeder von uns schlummern viele unterschiedliche Wesenszüge, deshalb verstehe ich auch nicht, weshalb man eine Autorin auf ein bestimmtes Genre festnageln sollte.


Hast Du ein "Wohlfühl-Genre", bei dem das Schreiben beinahe nebenher läuft?

Nein. Aber es kann geschehen, dass ich mich nach Beendigung eines Romans mit großer Begeisterung auf das neue Projekt stürze, weil es ganz andere Fähigkeiten und Gedankenwelten von mir verlangt. Dann kommt es vor, dass der Pegasus mich eine Weile auf seinem Rücken trägt und ich schreibe, als hätte ich Flügel.



Bist Du eine Bauchschreiberin oder eher eine organisierte Schriftstellerin, die vorab plottet, Schemen erstellt, Lebenläufe der Figuren etc.?

Ich bin eine Mischung aus beiden. Mein Plot steht normalerweise fest, auch die wichtigsten Personen habe ich vor Augen. Früher habe ich für sie Lebensläufe und Charakterbilder erstellt (auch ich habe verschiedene Schreibseminare, u.a. eine Drehbuchausbildung gemacht), aber meine eigene Schreiberfahrung hat mich gelehrt, dass ich sowohl Handlung als auch Personen etwas Freiheit zur Entfaltung lassen muss. Nur dadurch wird ein Roman reich. Es hat etwas von einer Pflanze, die man wachsen lässt, sich verzweigen, verästeln, Blüten treiben, Triebe ansetzen, die man aber immer sorgsam mit der Rosenschere überwacht, damit sie nicht auswuchert.



Kannst Du vom Schreiben leben?

Momentan schon. Obgleich ich nicht reich davon werde und mir auch keinen Urlaub leiste. Dafür füttere ich Hund, Kater und zwei Hasen und zahle den Tierarzt. Seufz.



Was würdest Du jemandem raten, der hauptberuflich Schriftsteller werden möchte?

Muß man dazu berufen sein?

Da gibt es so ein altes Sprichwort: „Viele sind berufen, wenige auserwählt“. Ich glaube, dass sehr viele Menschen Talent zum Schreiben haben. Viel weniger sind es, die an diesem Talent gründlich und systematisch arbeiten. Und noch viel weniger Menschen gelingt es, für ihre Bücher einen Verlag zu finden. Eine kleine Anzahl schafft es, davon leben zu können. Dazu braucht man Disziplin, Durchhaltevermögen, Anpassungsfähigkeit und ein Quäntchen Glück. Denn – um bei den hübschen Vergleichen zu bleiben – eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ein erfolgreiches Buch reicht nicht zum Leben, es ist nur ein Anfang. Hauptberuflich Schriftsteller zu sein, bedeutet, täglich sechs bis acht Stunden an seinen Manuskripten zu arbeiten. Und nicht davon zu träumen, einmal so etwas wie „Harry Potter“ zu schreiben.




Hast Du unter Deinen Romanen einen Lieblingsroman? Und eine/n Lieblingsprotagonisten/in?


Eigentlich immer das Buch und die Protagonisten mit denen ich mich gerade beschäftige.



Wie schöpfst Du Kraft und Energie?

Ich liebe meinen Garten, treffe mich gern mit Freunden, gehe mit Hundi spazieren und habe Spaß daran, Räume einzurichten. Ich höre oft Musik. Hin und wieder gönne ich mir eine kurze Recherchefahrt – ich bin ein Fan von alten Gemäuern, romantischen Plätzen und Museen.



Welche Bücher liest Du selber?

Sehr unterschiedlich. Charles Dickens und Tokien, Anton Cechov und Tanja Blixen, Dieter Kühn oder Dylan Thomas – was gerade meiner Stimmung und meiner Neugier entgegen kommt. Oft auch Bücher unbekannter Autoren, die mir im Buchladen auffallen, wo man schöne aber auch böse Überraschungen erleben kann. Sehr viel Sachbücher zwecks Recherchen.



Wie entwickelst Du Deine Ideen? Wie fliegen sie dir zu?

Sie entstehen meist aus einer vagen Grundidee. Eine Landschaft, ein Fernsehbericht, ein Gespräch, eine Person, die mich interessiert, ein ungewöhnliches Erlebnis, manchmal einfach nur ein altes Haus, eine Teekanne, ein Gegenstand, den man am Strand findet.



Ich habe gelesen, daß Du Klavier- und Gesangsausbildung erhieltst. Spielst Du noch Klavier oder singst?

Nein, das war eine Phase in meinem Leben, die inzwischen abgeschlossen ist. Mit dem Singen habe ich aufgehört, als ich mit dem Schreiben begann.



Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag aus?

Ich bin das was man eine Nachteule nennt. Fange am Nachmittag so gegen 17 Uhr an, lese und überarbeite, was ich am Vortag verbrochen habe und gehe daran, die Fortsetzung zu schreiben. Hin und wieder sitze ich auch stundenlang mit leerem Blick in der Gegend herum, weil ich die nächste Szene noch nicht im Griff habe, dann suche ich irgendwann hektisch nach Papier und Kugelschreiber (die ganze Wohnung ist voll davon, aber wenn man das Zeug braucht, ist es immer verschwunden) und beginne, Stichpunkte zu notieren. Wenn ich den Ablauf der Szene oder des Kapitels genau vor Augen habe, kann ich schreiben. Das mag bis ein oder zwei Uhr in der Nacht dauern, danach brauche ich ein wenig Entspannung, setze mich vor den Fernseher und genieße ein Weilchen das Spät- bzw. Frühprogramm. Wann ich endlich im Bett liege, erzähle ich besser nicht ...



Kennst Du Schreibblockaden? Wie überwindet man diese?

Es läuft nicht jeden Tag gleich gut. Mal ist man müde oder innerlich zu stark mit etwas anderem beschäftigt, dann gibt es wieder Tage, da scheinen sich alle Musen um die Autorin versammelt zu haben, um ihr die Feder zu führen. Eine regelrechte Schreibblockade hatte ich zum Glück noch nie.



Und zu guter Letzt: Was würdest Du in einem Interview niemals verraten?

Allzu Privates.


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